Feiertage in England: Andreas Weimann durfte am 24. und 25. Dezember trainieren. Am Donnerstag spielte er mit Aston Villa gegen Crystal Palace.

© Reuters/DARREN STAPLES

Fußball
12/26/2013

Der Weihnachtsausflug der Weimanns

Andreas Weimann konnte nicht heimkommen, also flog seine Familie nach England.

von Andreas Heidenreich

Während in Österreich über Spieltermine im Dezember diskutiert wird, werden eben diese im Mutterland des Fußballs ganz besonders zelebriert. Vor allem der „Boxing Day“ am 26. Dezember. Die ganze Premier League war im Einsatz und damit auch Andreas Weimann mit Aston Villa gegen Crystal Palace.

Weihnachten mit der ganzen Familie zu Hause? Ausgeschlossen, und das bereits seit Jahren im Hause Weimann. Wie es ist, wenn der eigene Sohn am 24. Dezember nicht nach Hause kommen kann, weil er auf der Insel seinem Job nachgehen darf? „Man gewöhnt sich daran“, sagt Weimanns Mutter Sabine. „Mein Mann und ich waren auch Sportler. Wir wissen ja, wie das ist“, sagt die ehemalige Leichtathletin und österreichische Rekordhalterin über 100 Meter Hürden (13,30 Sekunden). 14 Jahre lang hielt die 1989 aufgestellte Bestmarke. Und Vater Thomas war es, der im Jahr 1990 die 110 Meter Hürden als erster Österreicher mit einer Zeit von 13,91 unter 14 Sekunden zurücklegte.

Die Familie von Österreichs zehnfachem Teamstürmer ist durchaus flexibel. Zu elft – inklusive Freunde – flog man gestern nach Birmingham. „Der Spielplan meint es gut mit uns, wir sehen am 28. Dezember noch ein Heimspiel gegen Swansea und fliegen am 30. wieder heim“, sagt Bruder Michael. „Wir hoffen, dass wir zuerst einen Sieg und dann Weihnachten feiern können“, sagt Mutter Sabine. Was man seinem Sohn schenkt, wenn der sich ohnehin alles leisten kann? „Kleinigkeiten, die er für seine Wohnung braucht. Aber das Wichtigste ist Gesundheit und dass wir Zeit miteinander verbringen können.“ Für seinen Besuch mietete Andreas Weimann eigens eine ganze VIP-Box im Villa-Park von Birmingham.

Niederlage

Nur einen Sieg konnte der Stürmer seiner Familie nicht schenken. Lange drückte Villa mit Weimann gegen den Aufsteiger auf ein Tor. Glücklos. Auch Weimann konnte zwei Chancen (54., 60.) nicht nützen. Nach der Auswechslung des Österreichers (87.) vollendete Dwight Gayle einen Konter perfekt zum 0:1 (92.) – der Endstand.

Noch weniger Freude hatte Marko Arnautovic. Der 24-Jährige saß bei Stoke City 90 Minuten lang auf der Bank und musste dabei zusehen, wie seine Kollegen von Newcastle mit 5:1 vorgeführt wurden.

Bereits zuvor feierte Manchester United einen 3:2-Erfolg in Hull. Wayne Rooney verbuchte dabei eine besondere Karriere-Marke. Der 28-Jährige erzielte seinen 150. Treffer im Trikot von United.

Rooney ist erst der zweite Spieler in der Premier-League-Geschichte, der 150 Tore für einen Verein erzielt. Zuvor hatte dies bereits Thierry Henry für Arsenal geschafft. Der Franzose war insgesamt 175-mal für die Londoner erfolgreich.

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