Sport | Fußball
30.03.2012

Prager kostet Rapid nur 30.000 Euro

Die Hütteldorfer ziehen die Option für den Mittelfeldspieler und warten auf die Entscheidung von Christopher Dibon.

Wie ein Jongleur versucht Peter Schöttel derzeit, mehrere Bälle in der Luft zu halten. Als Trainer steht er nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge vor einer Belastungsprobe: "Jetzt geht’s mit den Entscheidungsspielen so richtig los. Wir werden bei der Admira von Anfang an auf Sieg spielen, weil ein Erfolg ganz wichtig wäre." Auch, um  die aufkommende schlechte Stimmung  auszugleichen.

Außerdem wird gerade in Zusammenarbeit mit Sportmanager  Ebner der Kader für die kommende Saison fertiggestellt. Wenn sich der von Rapid schon lange heftig umworbene Admira-Kapitän  Dibon doch für Salzburg entscheidet, würde der wichtigste  Ball in Schöttels Planspielen auf den Boden platschen.

Dementsprechend gespannt sind die  Hütteldorfer. "Dibon braucht noch Zeit. Bei Rapid wurden schon viele Entscheidungen getroffen, aber vor einer öffentlichen Stellungnahme werden die betroffenen Spieler informiert“, sagt Schöttel. Kommentiert wird daher auch nicht die laufende Suche nach einem starken Zugang für die "Sechserposition", also den defensivsten Mittelfeldspieler.

Noch offen ist die Zukunft von Thonhofer und Prokopic, deren Verträge auslaufen. Bei Gartler kann wegen einer Option  zugewartet werden. Drazan zieht es ins Ausland, das nötige lukrative Angebot gibt es aber (noch) nicht.

20 Millionen Euro Gesamtausgaben

Entschieden ist der  Fix-Erwerb von Thomas Prager, bei dem die  Option auf  einen Kauf am 31. März ausgelaufen wäre. An Luzern mussten nur 30.000 Euro Ablöse überwiesen werden, Rapid bindet den zentralen Mittelfeldspieler bis Sommer 2013.

Der Finanzrahmen für Schöttels Planspiele steht: "Die Gesamtausgaben  betragen für diese und auch für die kommende Saison je 20 Millionen", sagt Manager  Kuhn, der für 2012/`13 wie gewohnt die Europacup-Vorrunde, aber nicht die Qualifikation für die Europa League eingeplant hat.

Die Personalkosten für Profis, Trainer und Amateure  machen (je nach den zu bezahlenden Prämien) rund 11,5 Millionen aus. "Beim Sportbudget muss nicht gespart werden, es bleibt auch in der kommenden Saison gleich", stellt Präsident Edlinger klar.

Schwierige Sponsorensuche

Der Spielraum für neue Vertragsabschlüsse ergibt sich, weil durch die auslaufenden Verträge von Payer, Soma und Patocka Gehaltskosten von  insgesamt rund einer Million frei werden.  
 
Keine Erfolge gab es zuletzt bei der Sponsorensuche. "Das ist während einer Wirtschaftskrise ein ganz schweres Thema", sagt Edlinger. Kuhn erklärte beim "Rapid-Stammtisch", dass die OMV im Sommer das jährliche Sponsoring von bisher 1,8 Millionen deutlich reduziert hat. Noch kann von den (in den Jahren 2010 und 2011 angesammelten) Rücklagen gezehrt werden.

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