AC Milan Ghana midfielder Kevin-Prince Boateng, right, is flanked by his teammate Mathieu Flamini as he gestures towards the crowd in Busto Arsizio, near Milan, Italy, Thursday, Jan. 3, 2012. A friendly match between AC Milan and lower division club Pro Patria was abandoned Thursday after racist chants directed at Milan's black players, the latest incident of racial abuse that continues to blight the sport. After repeated chants directed his way, Ghana midfielder Kevin-Prince Boateng picked up the ball and kicked it at a section of the crowd in the 26th minute of the first half. Boateng then took off his shirt and walked off the pitch with his Milan teammates. Urby Emanuelson, Sulley Muntari and M'Baye Niang were also targeted by the chants. (Foto:Emilio Andreoli/AP/dapd)

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Eklat in Italien
01/04/2013

Polizei ermittelt gegen rassistische Fans

Nach dem Abbruch der Milan-Testpartie gibt es ein Nachspiel.

Ein Abbruch-Spiel geht in die Verlängerung. Nach dem Rassismus-Eklat beim freundschaftlichen Testmatch zwischen dem AC Mailand und dem Viertligisten Pro Patria hat die italienische Polizei die Verantwortlichen identifiziert.

Ein erster Fan gestand, im Stadion von Busto Arsizio rassistische Sprechchöre gegen Kevin-Prince Boateng und die übrigen dunkelhäutigen Spieler der Mailänder angestimmt zu haben.

Wie die zuständige Polizei in Varese mitteilte, konnten die Täter mithilfe von Video-Aufzeichnungen ermittelt werden. Ihnen drohen Stadionverbote von fünf Jahren und weitere Verfahren.

Der gebürtige Berliner Boateng hatte am Donnerstag im Testspiel gegen Pro Patria in der 26. Spielminute das Spielfeld verlassen, weil er und seine dunkelhäutigen Teamkollegen wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch verhöhnt worden waren. Sein Team folgte ihm. Das Spiel wurde abgebrochen. Für die konsequente Reaktion bekamen der international für Ghana spielende Boateng und sein Team großes Lob.

Boateng meldete sich via twitter zu Wort: „Ich bedanke mich für die Unterstützung und den Zuspruch so vieler Menschen. Das bedeutet mir sehr viel.“ Die restlichen Tifosi von Pro Patria entschuldigten sich am Tag danach: „Was gestern passiert ist, war absolut unqualifiziert. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen so bestraft werden, wie es ihnen zusteht“, hieß es in einer Erklärung.

Milan wollte sich mit diesem Testspiel auf die am Wochenende beginnende Frühjahrssaison vorbereiten. Fehlen wird den Mailändern jedenfalls der Brasilianer Pato, der nun fix für 15 Millionen Euro in seine Heimat zurückkehrt und für Corinthians São Paulo die Schuss-Stiefel schnüren wird.

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