Okotie schießt Austria k.o.
Warum etwas ändern, wenn es funktioniert? Daher schickte
Peter Stöger gegen Sturm in der Generali-Arena dieselbe Elf aufs Feld, die am Mittwoch in Wolfsberg den Aufsteiger geschlagen hatte. Am Ende lag er damit nicht richtig, weil die Austrianer lange Zeit nicht zu ihrem Spiel fanden und dann, endlich fündig geworden, eine Chance nach der anderen vergaben. Ausbeute: Null.
Peter Hyballa wäre eine Feldstudie wert. Der Sturm-Trainer leidet unter den Grenzen der Coaching Zone, an Engagement und Laufarbeit am Spielfeldrand ist er seinen Spielern ein Vorbild. Gut gelaufen ist es für beide Teams lange nicht, Offensivbemühungen prägten das Spiel zunächst ebenso wie Harmlosigkeiten im Abschluss. Die erste richtige Torchance gab es nach 24 Minuten zu bestaunen, als der aufgrund seines knallgelben Schuhwerks auffällige Linz vor dem Tor an einem Suttner-Zuspiel vorbeirutschte.
Zielsicher
Im Gegenzug schloss Sturm besser ab. Weil Austrias Mader in die Irre lief, tat sich für
Okotie der nötige Raum auf. Der Ex-Austrianer Okotie tanzte in Folge Ortlechner aus und überraschte den schlecht postierten Lindner mit einem Schuss ins kurze Eck. Auf den Jubel verzichtete der von den Austria-Fans beschimpfte und stark aufspielende Okotie demonstrativ. „Weil ich bei der Austria das Fußball spielen gelernt habe“, sagt Okotie.
Abwechslung brachte nach Seitenwechsel der Regen ins Spiel, in dem flüssige Aktionen zunächst Mangelware waren. Bis die Austria die hochkarätigsten Chancen verjuxte: Gorgon verköpfelte die Ausgleichschance aus drei Metern. Ein Kunststück. Kurz danach rettete noch dazu Ex-Austrianer Madl auf der Torlinie vor Simkovic. Vrsic – im zweiten Durchgang verbessert – scheiterte aus guter Position ebenfalls an Madl
Fahrlässig
Der junge
Murg, der sein Debüt in der Liga feiern durfte, köpfelte aus wenigen Metern an die Latte. Die klar überlegenen Wiener gingen viel zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Jedoch traf am Ende Sturms Schloffer nur die Stange. "Wir haben gut gespielt, stehen aber mit leeren Händen da, weil wir die Chancen nicht genützt haben", sagt Austria-Coach Peter Stöger. Und was spricht Matchwinner Rubin Okotie? "Man kann nicht sagen, dass der Sieg verdient war."
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