Sport | Fußball
31.01.2018

Offiziell: Aubameyang wechselt zu Arsenal

63,75 Millionen Euro beträgt die Ablösesumme für den Dortmunder.

Das zuletzt unrühmliche Kapitel Pierre-Emerick Aubameyang bei Borussia Dortmund ist beendet. Der extrovertierte Gabuner wechselt mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Bundesliga zum englischen Topklub FC Arsenal. Wie der BVB am Mittwoch mitteilte, beträgt die Ablösesumme 63,75 Millionen Euro.

Damit ist Aubameyang der bisher teuerste Spieler, den Arsenal verpflichtet hat. Für Dortmund ist es dagegen kein Rekord. Bereits im Sommer war Ousmane Dembele für zumindest 105 Millionen Euro Ablöse - die Summe kann sich im Erfolgsfall sogar auf bis 147 Mio. Euro erhöhen - zum FC Barcelona gewechselt.

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"Von den unschönen Ereignissen der vergangenen Wochen abgesehen, erinnern wir uns gern daran zurück, dass die Geschichte von Pierre-Emerick Aubameyang beim BVB über mehr als vier Jahre eine einzige Erfolgsstory war. Er hat in dieser Zeit Großartiges für Borussia Dortmund geleistet, viele wichtige Tore geschossen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Der vielbeachtete Abschied von Aubameyang hat den Weg für Michy Batshuayi freigemacht. Der 24 Jahre alte Belgier vom englischen Meister FC Chelsea wechselt für kolportierte 1,5 Millionen Euro bis zum Saisonende auf Leihbasis zum BVB.

Streikprofi

Nur ein halbes Jahr nach dem erstreikten Wechsel von Dembele zum FC Barcelona provozierte in Aubameyang ein weiterer BVB-Profi seinen Abgang. Nach mehreren Verfehlungen, die dem 28-Jährigen in den vergangenen 15 Monaten diverse Suspendierungen und Geldstrafen eingebracht hatten, war die Geduld der Vereinsführung aufgebraucht.

Mit dem Verkauf des Bundesliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison ist in Dortmund die Hoffnung auf mehr Harmonie innerhalb des Kaders verbunden. Selbst innerhalb der von Peter Stöger trainierten Mannschaft war der Rückhalt für das Enfant terrible geschwunden, das abseits des Platzes gerne mit schriller Mode und extravaganten Sportwagen auffiel.

Gleichwohl ist Aubameyang für den Bundesliga-Sechsten unter sportlichen Gesichtspunkten ein herber Verlust. Schließlich erzielte er seit 2013 in seinen 213 Pflichtspielen für den BVB beachtliche 141 Tore. Das hatte die Klubführung noch vor wenigen Monaten veranlasst, den ursprünglich bis 2020 laufenden Vertag bis 2021 zu verlängern. Sein größter Erfolg war der Cupsieg 2017. 2016 wurde Aubameyang als erster Bundesliga-Spieler zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt.

Özil kassiert kräftig

Noch am Tag der Aubameyang-Verpflichtung verlängerte Arsenal auch den Vertrag mit Weltmeister Mesut Özil. Der 29-jährige Deutsche bleibt den Londonern damit bis Sommer 2021 erhalten.

Mit einem Wochengehalt von 350.000 Pfund (ca. 400.000 Euro) vor Steuern steigt Özil laut Angaben des britischen Senders BBC zum bestbezahlten Spieler der Klubgeschichte auf. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete von einem Netto-Jahresgehalt von zwölf Millionen Euro.