Sport | Fußball 06.03.2013

ÖFB-Prävention gegen Wettbetrug

Fussball, Training oesterreichische Nationalmannschaft, Montag (03.09.12), Wien, Oesterreich: Der Praesident des Oesterreichisch… © Bild: AP/Hans Punz

Bei einem Workshop wurde das Thema Spielmanipulation intensiv behandelt.

Der österreichische Fußball-Bund will im Kampf gegen Wettbetrug mit Prävention bzw. intensiverer Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen punkten. Dies bekräftige der ÖFB anlässlich eines am Montag und Dienstag in Laxenburg durchgeführten Workshops. Dieser wurde von Interpol und FIFA in Kooperation mit IACA (International Anti Corruption Academy) organisiert und neben dem ÖFB auch vom Innenministerium und dem Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS) unterstützt.

In 14 unterschiedlichen Einheiten wurde das Thema Spielmanipulation behandelt bzw. Problemstellungen diskutiert. "Spielmanipulation ist ein Übel, das den Sport in seinen Grundfesten zu erschüttern droht. Der ÖFB muss und wird dieser Bedrohung mit aller Entschlossenheit entgegentreten", meinte ÖFB-Präsident Leo Windtner in seinem Eröffnungsstatement. Eine wesentliche Bedeutung komme dabei der Prävention und damit dem VWIS zu.

Prävention - keine Ermittlungen

An der Spitze des im Juni 2012 von ÖFB, Bundesliga und Sponsor tipp3 ins Leben gerufenen Vereins steht der ehemalige Rapid-Präsident Günter Kaltenbrunner. Der VWIS widmet sich dabei ausschließlich der Prävention und stellt keine Ermittlungen an. Über die erst kürzlich gegründete Plattform "Play Fair Code" (www.playfaircode.at) werden Schulungen, Bewusstseinsbildung sowie eine zentrale Ombudsstelle für Betroffene angeboten. Anfang Februar veranstaltete man beispielsweise beim SK Rapid eine Aufklärungs-Veranstaltung.

"Dieser Workshop hat uns wertvolle Erkenntnisse gebracht und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", meinte Kaltenbrunner. FIFA-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke zeigte sich über die österreichischen Aktivitäten erfreut. "Ich bin sehr beeindruckt, wie weit dieses Land bereits in seinen Bemühungen zur Bekämpfung der Spielmanipulation und Korruption fortgeschritten ist", meinte der Deutsche. Der Workshop habe dabei zur Kooperation der beteiligten Stellen sicher beigetragen.

Erstellt am 06.03.2013