Neun Änderungen und geplante Revolution im Fußball

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Foto: APA/AFP/ALEJANDRO PAGNI Schiedsrichterbeleidigungen sollen rigoros bestraft werden.

Das International Football Association Board (IFAB) schlägt 2 x 30 Minuten vor.

Das International Football Association Board (IFAB) hat die Revolution des Regelwerks im Kopf. Das Gremium, bestehend aus vier Mitgliedern des Weltverbandes (FIFA), sowie jeweils einem Vertreter der Traditionsverbände England, Nordirland, Schottland und Wales, denkt über neun gravierende Änderungen nach und erstellte ein Strategiepapier.

Die wichtigsten Punkte:

1) 90 Minuten Spielzeit werden durch 60 ersetzt. Eine Stunde, allerdings in Nettospielzeit. Dem Zeitschinden ist damit ein Riegel vorgeschoben. Eine Studie besagt, dass in der abgelaufenen Bundesliga-Saison die durchschnittliche Nettospielzeit 56 Minuten und 5 Sekunden betragen hat.

2)Freistöße und Eckbälle sind nicht mehr auf eine Ballberührung beschränkt. Der Ausführende kann also auch ein Dribbling beginnen.

3) Der Ball muss bei Standardsituationen nicht mehr ruhen.

4) Ein Rückpass, der vom Tormann mit der Hand aufgenommen wird, bedeutet eine härte Strafe: Elfmeter.

5)Vereitelt ein Spieler auf der Torlinie einen Gegentreffer mit der Hand, wird dies als Tor gewertet.

6) Elfmeter ohne Nachschuss. Spieler, die zu früh in den Strafraum rennen, sind damit kein Thema mehr.

7) Abstöße dürfen künftig vom Mitspieler auch innerhalb des Strafraums angenommen werden.

8) Kritik am Schiedsrichter wird schwerer bestraft – mit Tor- oder Punkteabzug.

9) Nur wenn sich der Ball im Aus befindet, wird ein Spiel abgepfiffen.

Nächste Schritte

"Das Strategiepapier ist ein Meilenstein für den Fußball", glaubt IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud. Über die einzelnen Punkte wird in den kommenden Monaten diskutiert. Bei der nächsten Generalversammlung wird über mögliche Veränderungen abgestimmt. Einige Punkte könnten allerdings nur als Ideen angesehen werden, die der Entwicklung des Spiels dienen sollen.

Das Gremium – sechs Mitglieder müssen zustimmen – brauchte in der Vergangenheit bei Änderungen jedenfalls viel Zeit. Auch die Einführung der Torlinientechnik dauerte einige Jahre.

(kurier) Erstellt am
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