Sport | Fußball
14.04.2012

Nervosität unter den Fußballgranden

Sollte das Geld von der Liga missbräuchlich verwendet worden sein, müsste der ÖFB als Vertragspartner die Million refundieren.

In der Affäre um die Fördermillion lautet die entscheidende Frage: Wer hat von dem Täuschungsmanöver gewusst? Wer war aktiv daran beteiligt?

Die Liste der Zeugenbefragungen umfasst mittlerweile so prominente Namen wie Ex-ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, Ex-Grasser-Kabinettschef Matthias Winkler oder Ex-Sportstaatssekretär Karl Schweitzer.

Die vorgebliche Jugendmillion wurde über den Fußball-Dachverband ÖFB an die Fußball-Bundesliga weitergereicht. Dazu existiert ein entsprechender Fördervertrag, laut dem die Million zur Talenteförderung verwendet werden muss. Was nicht passierte.

Auch ÖFB-Granden offenbaren mittlerweile ein hohes Maß an Nervosität. ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, der zum Zeitpunkt der Vertragsgestaltung nicht für den ÖFB tätig war, zeigt sich ob der neuen Ermittlungserkenntnisse zwar irritiert, fühlt sich jedoch gut abgesichert: "Wir haben das Geld vom Ministerium erhalten und vereinbarungsgemäß an die Bundesliga weitergeleitet." Für den ÖFB sei der Fall klar: "Wir haben Vorsorge getroffen." Sollte das Geld von der Liga missbräuchlich verwendet worden sein, müsste der ÖFB als Vertragspartner die Million refundieren. Ludwig: "Und dann werden wir uns das Geld von der Liga zurückholen."

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