Nervosität unter den Fußballgranden

APA/ROLAND SCHLAGERAPA5836670 - 10112011 - WIEN - ÖSTERREICH: ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig am Donnerstag, 10. November 2011, während eines Trainings der ÖFB-Nationalmannschaft im Happel-Stadion in Wien. Das österreichische Fußball-Nationalteam reist
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER Alfred Ludwig und der ÖFB haben Vorsorge getroffen.

Sollte das Geld von der Liga missbräuchlich verwendet worden sein, müsste der ÖFB als Vertragspartner die Million refundieren.

In der Affäre um die Fördermillion lautet die entscheidende Frage: Wer hat von dem Täuschungsmanöver gewusst? Wer war aktiv daran beteiligt?

Die Liste der Zeugenbefragungen umfasst mittlerweile so prominente Namen wie Ex-ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, Ex-Grasser-Kabinettschef Matthias Winkler oder Ex-Sportstaatssekretär Karl Schweitzer.

Die vorgebliche Jugendmillion wurde über den Fußball-Dachverband ÖFB an die Fußball-Bundesliga weitergereicht. Dazu existiert ein entsprechender Fördervertrag, laut dem die Million zur Talenteförderung verwendet werden muss. Was nicht passierte.

Auch ÖFB-Granden offenbaren mittlerweile ein hohes Maß an Nervosität. ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, der zum Zeitpunkt der Vertragsgestaltung nicht für den ÖFB tätig war, zeigt sich ob der neuen Ermittlungserkenntnisse zwar irritiert, fühlt sich jedoch gut abgesichert: "Wir haben das Geld vom Ministerium erhalten und vereinbarungsgemäß an die Bundesliga weitergeleitet." Für den ÖFB sei der Fall klar: "Wir haben Vorsorge getroffen." Sollte das Geld von der Liga missbräuchlich verwendet worden sein, müsste der ÖFB als Vertragspartner die Million refundieren. Ludwig: "Und dann werden wir uns das Geld von der Liga zurückholen."

Mehr zum Thema

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?