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Fußball
02/29/2016

Salzburg-Coach lobt die Austria über den grünen Klee

Nach dem 4:1-Erfolg im direkten Duell überrascht Oscar Garcia mit seiner Analyse.

von Stephan Blumenschein

Da gewinnt seine Mannschaft vom Ergebnis überzeugend 4:1 gegen Verfolger Austria und trotzdem ist Trainer Oscar Garcia noch nicht restlos zufrieden: „Wir können noch besser spielen“, sagte der Spanier nach dem Sieg im Sonntagschlager, durch den einer der beiden Verfolger im Titelrennen auf sieben Punkte abgehängt werden konnte.

Der Spanier präzisierte seine durchaus überraschende Aussage, auch wenn erst nach einer Nachfrage: „Ich denke, dass wir von der Austria in einigen Phasen des Spieles dominiert wurden, in diesen der Gegner die Kontrolle hatte. Außerdem hatten wir viele Ballverluste im Mittelfeld. Dazu hätten wir noch präzisere Pässe spielen können. Das sind so die ersten Beobachtungen“, sagte Oscar, der das Spiel aber noch genauer analysieren will und dazu klarstellte: „Jeder Mannschaft der Welt kann noch besser spielen. Wenn ich daran nicht glauben würde, dann wäre ich schon längst nicht mehr hier.“

Zu wenig Ballbesitz

Dem Spanier hatten wohl auch die Spielstatistik nicht wirklich gefallen, die die Austria in vielen Bereichen als Sieger auswies. So hatte Salzburg nur 36 Prozent Ballbesitz. Auch die Passquote war mit 63 Prozent klar schlechter als jene der Wiener (77 Prozent). Und auch mehr Zweikämpfe konnten die Austrianer gewinnen (53 % zu 47 %).

Vielleicht auch deshalb lobte den Gegner über den grünen Klee: „Glückwunsch an die Austria und an ihren Trainer. Sie haben super gespielt und in vielen Phasen des Spieles gezeigt, warum sie das beste Auswärtsteam sind. Austria ist eine Mannschaft, bei der ich mich zu Hause gerne hinsetze und ein Spiel im Fernsehen anschaue.“

Kein Individuallob

Trotzdem war der Sieg der Salzburger auch in dieser Höhe verdient. Erstmals konnte Oscar mit Jonatan Soriano und Naby Keita seine beiden besten Spieler gemeinsam aufbieten. Und die Salzburger Stars bewiesen, dass sie den Unterschied ausmachen können. „Ich spreche nicht gerne über einzelne Spieler. Ich weiß, dass viel über sie gesprochen wird, dass man ihnen besondere Qualitäten zuschreibt. Die haben sie auch. Aber ich denke, dass alle Spieler wichtig sind und heute viele Spieler gut gespielt haben. Für mich war die ganze Mannschaft heute stark“, meinte Oscar.

Der Spanier wollte auch nichts davon hören, dass der Titelkampf zu einem Fall für zwei mutiert ist: „Wir haben noch viele Spiele vor uns, alleine in dieser Woche folgen noch zwei. Aufgrund der Art und Weise wie die Austria spielt, möchte ich sie noch nicht im Kampf um den Titel ausschließen.“

Englische Woche

Für Salzburg geht es am Mittwoch mit dem Spiel bei Sturm weiter. In Graz hatte der Tabellenführer das Cup-Viertelfinale vor drei Wochen mit Glück, aber ohne Naby Keita 1:0 gewonnen. Am Samstag folgt das Lokalderby gegen das derzeitige Schlusslicht Grödig.

Wem Austria-Trainer Thorsten Fink, der sich bei Oscar für das Lob bedankte, im Titelkampf die Daumen hält, lesen Sie hier.

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