Sport | Fußball
13.03.2018

Nach CL-Aus: Mourinho verhöhnt ManUnited

"Das ist nichts Neues für den Klub", kommentierte "The Special One" das Ausscheiden in der Königsklasse.

Als ob das Aus im Achtelfinale der Champions League nicht genug schmerzen würde, trat Jose Mourinho auch noch gegen seinen eigenen Klub nach. "Ich saß schon zweimal an dieser Stelle, nachdem Manchester United im Achtelfinale zuhause ausgeschieden war. Mit Porto war ich hier (Anm.: In der Champions-League-Saison 2003/'04) – ManUnited flog raus. Mit Real Madrid (2012/'13) war ich hier - ManUnited flog raus. Das ist also nichts Neues für den Klub", sagte der Portugiese nach der 1:2-Heimniederlage gegen Sevilla, die für die Engländer das Aus in der Königsklasse bedeutete.

"The Special One" versuchte aber auch das frühe Scheitern in der Champions League, die er mit seinen früheren Vereinen Porto und Inter Mailand gewinnen konnte, herunterzuspielen: "Ich will da kein großes Ding daraus machen. Dafür haben wir keine Zeit. Am Samstag haben wir schon unser nächstes Spiel, das ist Fußball."

Am Samstag geht es für die Red Devils im Viertelfinale des FA-Cups um die letzte Titelchance für Mourinho. Gegner ist Brighton & Hove Albion, der Klub von Ex-Teamspieler Markus Suttner. Die Meisterschaft muss sich ManUnited abschminken, Lokalrivale ManCity liegt mit 16 Punkte mehr auf dem Konto schier uneinholbar an der Tabellenspitze. Dazu scheiterte man im League Cup bereits im Viertelfinale.

Der charismatische Portugiese steht also gehörig unter Druck. Manchester Uniteds Klub-Legende Rio Ferdinand, die jetzt als TV-Experte arbeitet, zürnte nach der Champions-League-Pleite: "Sie spielen wie ein zusammengewürfelter Haufen von Fremden. Sie spielten nervös und ängstlich. Sie haben ihren Fans nichts geboten. Top-Teams spielen nicht nur ab und zu mal gut, sondern sind konstant gut." Vielleicht sollte sich Mourinho die Worte des ehemaligen Top-Verteidigers zu Herzen nehmen und auf flotte Sprüche verzichten.

Champions League - Achtelfinale

Manchester United 1:2 FC Sevilla

Manchester, Old Trafford, SR Danny Makkelie
Hinspiel 0:0, Sevilla mit einem Gesamtscore von 2:1 im Viertelfinale

Tor: 0:1 Ben Yedder (74.), 0:2 Ben Yedder (78.), 1:2 Lukaku (84.)

ManU: de Gea - Valencia (77. Mata), Bailly, Smalling, Young - Fellaini (60. Pogba), Matic - Lingard (77. Martial), Sanchez, Rashford - Lukaku

Sevilla: Rico - Mercado, Lenglet, Kjaer, Escudero - N'Zonzi, Banega - Sarabia, Vazquez, Correa (89. Geis) - Muriel (72. Ben Yedder)

Gelbe Karte: Banega (5.), Ben Yedder (78.), Correa (88.), Sarabia (90.)


AS Roma 1:0 Schachtar Donezk

Rom, Stadio Olimpico, SR Undiano Mallenco
Hinspiel 1:2, AS Roma mit einem Gesamtscore von 2:2 dank Auswärtstorregel im Viertelfinale

Tor: 1:0 Dzeko (52.)

Roma: Alisson - Florenzi, Fazio, Manolas, Kolarov - Nainggolan, De Rossi, Strootman - Ünder (65. Gerson), Dzeko (89. El Shaarawy), Perotti

Schachtar: Pyatov - Butko, Rakitsky, Ordets, Ismaily - Fred, Stepanenko (74. Patrick) - Marlos (82. Dentinho), Taison, Bernard - Ferreyra

Gelbe Karte: Florenzi (39.), Manolas (54.) bzw. Stepanenko (72.), Fred (76.), Ferreyra (80.)

Rote Karte: Ordets (79./Torraub)