Sport | Fußball
11.12.2011

Moniz nimmt Leonardo in Schutz

Der Salzburg-Trainer kritisiert die Kritiker des Brasilianers. Dessen Torausbeute in der Liga ist allerdings mager.

Da kann Salzburg-Trainer Ricardo Moniz noch so oft betonen‚ dass ihm alle Spieler gleich wichtig sind. Einer hat bei ihm trotzdem einen besonderen Stellenwert: Leonardo. Den umstrittenen Brasilianer, der von derselben Spieleragentur wie sein Trainer vertreten wird, verteidigt er bei jeder Gelegenheit. Auch im Vorfeld der Partie gegen Admira (16 Uhr, live ORFeins, Sky Austria) nahm er den 28-Jährigen in Schutz.

Leonardo hatte nach seiner katastrophalen Leistung beim 0:0 der Salzburger in Wiener Neustadt schlechte Kritiken bekommen. Das verstand sein Trainer nicht. „Ich kann ihm nichts vorwerfen, Stürmer müssen im Sechzehner beurteilt werden. Da muss man schon intelligent analysieren“, sagte der 47-jährige Niederländer gegenüber der Austria Presse Agentur (APA).

Flaute

Die Statistik Leonardos in der Bundesliga kann Moniz damit nicht angesprochen haben. Die ist für einen Offensivspieler bei einem Titelkandidaten erbärmlich. Nur ein Tor hat der 28-Jährige in 15 Bundesliga-Spielen erzielt. Dazu hat Leonardo auch nur drei Treffer direkt vorgelegt.

Leonardo steht seit Monaten in der Kritik, weil er das Synonym für die Leistungsdivergenzen der Salzburger in der Bundesliga und der Europa League ist. In dieser passt sein Engagement. Und auch Leonardos Statistik ist mit vier Treffern und drei Assists in elf Partien ordentlich. Dass er wegen der internationalen Spiele und nicht wegen der Liga nach Österreich gekommen sei, hat der Brasilianer schon mehrmals erklärt. Das ist bei den Spielen nicht zu übersehen.

Sonntag muss Leonardo in der ungeliebten Bundesliga spielen. Dass ihn sein Trainer trotz der Arbeitsverweigerung in Wr. Neustadt gegen die Admira aufstellt, steht außer Frage. Mit dem Aufsteiger haben die Salzburger heuer schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die 1:2-Niederlage in der Südstadt Ende September leitete eine Serie von sieben sieglosen Bundesliga-Spielen ein.





Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund