Milan und Barça trennen sich 0:0

Lionel Messi und Zlatan Ibrahimovic
Foto: REUTERS Weder Zlatan Ibrahimovic noch Lionel Messi konnten ihr Torkonto erhöhen.

Das Stelldichein der Superstars im Viertelfinale der Champions League endet mit einer Nullnummer.

Ein 0:0 im Hinspiel ist im Normalfall ein passables Resultat für beide Teams. Alles offen. Nicht aber, wenn der FC Barcelona das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League im Nou-Camp-Stadion austragen darf. Dort ist der Titelverteidiger eine Macht, AC Milan darf sich davon am 3. April überzeugen.

Carles Puyol spielte gestern links in der spanischen Viererkette, was deren Wirkung am Anfang nicht wirklich zuträglich war. Der Kapitän fühlt sich in der Mitte wohler. Ein Patzer folgte dem nächsten, Boateng und Robinho hätten Milan schon in Minute drei in Führung schießen müssen.

Zlatan Ibrahimovic, der Barcelona vor zwei Jahren verlassen musste und nach Italien wechselte, tat in den ersten 20 Minuten das, was er neben erstklassigem Fußball am zweitbesten kann: Er stolzierte aufreizend lässig über den Platz. Am Wiener Heumarkt hätte der Schwede niemals 100 Schilling Sympathieprämie von den Catch-Fans bekommen. Mit seiner ersten und einzigen Groß-Chance scheiterte Ibrahimovic an Barcelona-Goalie Victor Valdes (20.). Danach stolzierte er 70 Minuten weiter.

Unkonzentrierter Messi

Und Lionel Messi? Der kleine Argentinier, der heuer in der Champions League schon zwölf Mal getroffen hat, jagte vergeblich dem Rekord-Tor nach. Auch, weil er in manchen Situationen unkonzentriert wirkte und für seine Verhältnisse viele Stopp- und Abspielfehler beging. Dazu kommt, dass der 24-Jährige mehr als alle anderen Spieler von den Verteidigern in die Mangel genommen wird.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Katalanen dort fort, wo sie vor der Pause aufgehört hatten: Iniesta, Xavi und Messi zogen wieder ihr gefürchtetes Kurzpass-Spiel auf, jenes, das die Gegner aussehen lässt wie Schulbuben. Freuen durften sich die Fans im Meazza-Stadion trotzdem: Es gelang ihnen blendend, die Barcelona-Spieler vor Freistößen mit grünen Laser-Pointern zu blenden und so der Konzentration zu berauben.

Der Aufsteiger dieses Duells dürfte es im Semifinale mit Chelsea zu tun bekommen. Die Engländer gewannen das Hinspiel am Dienstag bei Benfica Lissabon 1:0.

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(kurier) Erstellt am
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