Bergab: Am 24. Oktober 2015 jubelte Farkas letztmals in der Bundesliga, auch im Cup gegen St. Pölten sah Trainer Vastic (l.) eine Niederlage.

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Cup
02/10/2016

Mattersburg-Fans sauer: "Holt den Kühbauer"

Nach dem Aus gegen St. Pölten wird Mattersburg-Trainer Ivica Vastic von Fans kritisiert.

von Günther Pavlovics

Ivica Vastic wirkt wie die Trainer gewordene Teflonpfanne: Am Coach der Mattersburger perlt der Negativlauf einfach ab. Nach dem 1:2 gegen St. Pölten im Cup-Viertelfinale spazierte er an den Radio- und TV-Mikros vorbei, ohne entdeckt zu werden. Nachdem er die letzten Bissen im VIP-Zelt verdrückt hatte, sagte er in die Mikros: "Wenn wir weiter mit einer solchen Moral spielen, werden die Resultate wieder stimmen."

Aber so manchem der immer weniger werdenden Fans im Pappelstadion stößt der Negativlauf der Mannschaft sauer auf. "Lasst den Vastic gehen, holt den Kühbauer", rief einer beim Abgang von Mannschaft und Trainer.

Der Missmut steigt. Denn der Start in die Aufstiegsaison ist zwar gut gelungen, doch seit dem 24. Oktober 2015 wartet Mattersburg auf den nächsten Sieg in der Meisterschaft. Das letzte Erfolgserlebnis hat es vier Tage später im Cup-Achtelfinale gegeben mit einem vollen Erfolg in Altach. In den folgenden neun Pflichtspielen gab es aber keinen Sieg mehr, und am Dienstag folgte das Aus im Cup gegen St. Pölten. Just beim ersten Cup-Heimspiel nach fast zehn Jahren, seit dem 4. April 2006.

Gröbere Probleme

"Wir haben gut gespielt und waren über die gesamte Spielzeit bestimmend", sagte Vastic. Aber die Probleme sind offensichtlich: Wieder gab es offensiv zu wenig Zusammenhängendes, Strafraumsituationen gibt es zum Großteil nur nach Einzelaktionen oder Standards. Und in der Defensive passt vieles nicht zusammen – in jedem Spiel dieses Jahres, auch in der Vorbereitung, kassierten die Mattersburger zumindest ein Gegentor.

Nach zwei Jahren in Mattersburg steht Ivica Vastic nun erstmals in der Kritik. Um die verstummen zu lassen, brauchen die Burgenländer dringend Punkte. Und das wird in nächster Zeit nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen. Denn Mattersburg tritt am Samstag bei den heimstarken Altachern an, danach bei der Austria und spielt dann daheim gegen den WAC, bei Rapid und daheim gegen Sturm Graz.