Sturm glänzt dank Uros Matic (rechts)

© Georg Diener Agentur Diener/DIENER / Alex Domanski

Fußball
08/27/2016

Matic gegen Oberlin: Zwei Schnäppchen im Spitzentanz

Dass Sturm als Erster den Zweiten Altach empfängt, liegt an zwei Top-Transfers.

von Günther Pavlovics, Alexander Huber

Der Schlager der Runde lautet Rapid – Salzburg am Sonntag, das wahre Spitzenspiel findet aber in Graz statt: Tabellenführer Sturm empfängt Verfolger Altach. Zwei Top-Verpflichtungen halfen mit, bei Altach Goalgetter Dimitri Oberlin mit sechs Toren in fünf Spielen und bei Sturm Spielmacher Uros Matic als perfekte Verbindung zwischen Defensive und Offensive.

Die Aargauer Zeitung widmete Oberlin und Altach eine Geschichte. "Nur drei Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt sitzen die Autoren des jüngsten Fußballmärchens", heißt es dort. "Mittendrin ein Schweizer, der in der Schweiz bislang kaum Spuren hinterließ."

Wie sein bester Freund Breel Embolo kommt Oberlin 1997 in Kamerun zur Welt. Nachdem die Mutter in die Westschweiz emigriert, lebt Oberlin bei einem Onkel. Mit acht folgt er mit dem jüngeren Bruder Michel: "In Afrika haben die meisten Menschen nur ein Ziel: Europa. Nachdem meine Mutter einen Schweizer geheiratet hatte, stand für mich die Türe zum Paradies weit offen."

In der Westschweiz hat er keine Sprachprobleme, weil auch in Kamerun Französisch gesprochen wird. Mit 14 geht er zu den Grasshoppers nach Zürich. Ein Angebot von Manchester United schlägt er aus, weil er dort in der Unter 18 hätte spielen müssen. Er will aber in den Erwachsenenfußball, zu Red Bull. Um mehr als ein Joker zu sein, wird der bullige Sprinter günstig nach Altach – in Heimatnähe – verliehen. Schalke-Star Embolo hatte Oberlin von Salzburg abgeraten: "Breel meinte, dort sei die Gefahr groß, dass ich nicht spiele."

Eleganz zum Nulltarif

Dezidiert zu Sturm geraten hat Matic der berühmte Bruder Nemanja. Der Chelsea-Star hilft bei Transfers des 26-Jährigen und erinnerte an die "Balkan-Tradition" mit Osim und Vastic. Dass so ein eleganter Spieler wie der Serbe überhaupt ablösefrei war, liegt an einem speziellen Deal mit Ex-Klub NAC Breda. Matic hielt den Niederländern nach dem Abstieg die Treue, im Gegenzug durfte er ein Jahr später in eine erste Liga gehen. "Die vier Top-Klubs Österreichs haben Matic angeboten bekommen", erzählt sein Manager Frank Schreier. "Zugeschlagen hat nur Sturm."

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