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19.02.2015

Sorianos Tor lässt Salzburg hoffen

Soriano (re.) trifft zum 1:1 nachdem Djuricin von Víctor Ruiz (li.) gefoult wurde. © Bild: APA/EPA/HERBERT NEUBAUER

Salzburg verliert das Sechzehntelfinal-Hinspiel beim FC Villarreal nur mit 1:2.

Nach neun ungeschlagenen Auswärtsspielen in der Europa League hat es Salzburg erwischt: Im Sechzehntelfinal-Hinspiel kassierte der Meister in Villarreal eine 1:2-Niederlage, die aber höher ausfallen hätte müssen. Das Auswärtstor, das Soriano per Elfmeter erzielte, macht aber Hoffnung für das Rückspiel kommenden Donnerstag in der Red-Bull-Arena.

Beide Mannschaften starten mit einem einem 4-4-2 als taktische Grundordnung, allerdings waren Salzburgs Flügelspieler wesentlich offensiver positioniert. Diese Rollen übernahmen Bruno und Sabitzer, der den angeschlagenen Neuzugang Minamino (Adduktorenbeschwerden) ersetzte. Den Platz des Österreichers in der Doppelspitze übernahm mit Djuricin ein weiterer Winter-Neuzugang.

Trainer Hütter hatte sich also für eine offensive Aufstellungsvariante entschieden, einer offensiveren als beim 2:0 zum Frühjahrsstart in Wr. Neustadt.

Die Partie selbst war jener am Samstag gar nicht unähnlich. Wie in Wr. Neustadt hatte Salzburg in der gegnerischen Hälfte oft den Ball, aber auch wenig Platz. Denn Villarreal verschob seine zwei Viererketten perfekt und machte das Spielfeld horizontal extrem schmal.

Das bremste die Salzburger Versuche, ein Offensivpressing aufzuziehen, weil jeder misslungene Versuch in einen Konter mündete. Und im Gegensatz zum Bundesliga-Schlusslicht hat der Sechste der Primera Division die Qualität, nach Ballgewinn blitzschnell anzugreifen.

Die für Hütter gefährlichsten Villarreal-Spieler konnten schon in der vierten Minute ihre Gefährlichkeit andeuten: Der Russe Tscheryschew spielte nach einer artistischen Einlage den Argentinier Vietto frei, der aber daneben schoss (4.).

Das Salzburger Offensivpressing klappte in Minute 26 das erste Mal: Einen Djuricin-Schuss wehrte Sergio Asenjo mit dem Fuß ab. Noch spektakulärer war eine Parade des Villarreal-Keepers bei der zweiten Salzburger Chance, einem Kopfball von Ramalho nach einem Corner. Den zweiten Ball schoss Djuricin aus kurzer Distanz und spitzem Winkel übers Tor (29.).

Ramalho-Fehler

Salzburg war nun besser im Spiel, kassierte aber genau in dieser Phase das erste Gegentor – und das nach einem Outeinwurf: Ramalho stellte sich – nicht zum ersten Mal – patschert gegen Vietto an. Dessen Schuss konnte Gulacsi nur in die Mitte abwehren, den Nachschuss verwertete Uche zum 1:0 (32.).

Nach der Pause bekamen die Salzburger ein Geschenk: Ruiz foulte Djuricin ohne Not im Strafraum, den Elfmeter verwertet Soriano fast schon zu lässig (48.).

Das erste Gegentor in einem Heimspiel nach 791 Minuten brachte Villarreal nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Salzburg lief in einen Konter nach dem anderen, hatte großes Glück, dass aus den vielen tollen Chancen nur ein Treffer fiel: Tscheryschew traf mit einem herrlichen Volleyschuss – 2:1 (54.).

Wieder einmal zeigte sich eindrucksvoll, dass Salzburg nicht auf Ergebnis spielen kann und nach dem 1:1 ohne Absicherung nach vorne stürmte. Dem Gegner wurde so immer wieder zu Überzahlsituationen verholfen, mit denen Villarreal bis zum Abpfiff fahrlässig umging.

Europa League, Runde der letzten 32

Villarreal - Salzburg 2:1

1:0 Uche (33.)
1:1 Soriano (49. Elfer)
2:1 Tscheryschew (54.)

Estadio El Madrigal, 15.000, SR Madden (SCO)

FC Villarreal: Sergio Asenjo; Mario Gaspar, Musacchio, Victor Ruiz, J. Costa; J. Dos Santos (67. Campbell), Trigueros, Pina, Tscheryschew; Vietto, Uche (70. G. Dos Santos).
FC Salzburg: Gulacsi; Schwegler, Andre Ramalho , Hinteregger, Ulmer; Sabitzer, Leitgeb (64. Keita), Ilsanker, Bruno (64. Pires); Djuricin (76. Berisha), Soriano.

Gelbe Karten: Pina, Campbell, J. Costa; Ilsanker (im Rückspiel gesperrt), Schwegler, Andre Ramalho.

Rückspiel am 26. Februar um 19 Uhr in der Salzburger Red-Bull-Arena.