Sport | Fußball
08.04.2012

Linz schießt Austria zum Sieg

Mit seiner zweiten Ballberührung nach seiner Einwechslung erzielt Roland Linz den einzigen Treffer in Ried.

Knapp eineinhalb Minuten reichten ihm: Genau 82 Sekunden war Roland Linz auf dem Feld, da stellte er auch schon seinen Torriecher unter Beweis und schoss die Wiener Austria zum Sieg in Ried. Nach einem Kopfball-Duell prallte der Ball von Rieds Schreiner ab, Linz hatte die kürzeste Reizleitung und spitzelte den Ball aus zehn Zentimetern über die Linie.

Austria-Trainer Ivica Vastic, der Linz einige Spiele lang auf die Tribüne verbannt hatte, kann sich nun beim Stürmer bedanken, dass das Team mit fünf Punkten Rückstand auf Leader Salzburg noch im Titelrennen ist.

Die Statistik hatte ja gegen die Wiener gesprochen: 29-mal war man in der heimischen Fußballgeschichte im Innviertel angetreten, lediglich nach sechs Spielen hatten die Austrianer als Sieger die Heimfahrt angetreten. Auch der 30. Betriebsausflug nach Ried gestaltete sich mühsam.

Laufbereitschaft, Leidenschaft und Kampfkraft

Einerseits, weil die Austria selbst im Spiel nach vorne vor der Pause zu harmlos agierte, auf der anderen Seite stellten sich die Rieder mit ihren ureigenen Tugenden – Laufbereitschaft, Leidenschaft und Kampfkraft – den Wienern geschickt in den Weg und wurden nach zögerlichem Beginn dann selbst gefährlich. Vor allem durch Casanova, der Austria-Goalie Heinz Lindner wiederholt prüfte.

Einen schwachen Moment hatte Schiedsrichter Eisner nach fünf Minuten, da er eine Aktion nicht korrekt einschätzte: Rogulj zog nach einem leichtfertigen Fehlpass gegen Hadzic die Notbremse und hätte dafür die Rote Karte sehen müssen. Stattdessen gab es nur Gelb, die Austria durfte vollzählig weiterspielen.

Steigerung

Trainer Vastic reagierte zur Pause und nahm den einzigen Stürmer Kienast vom Feld, für ihn rückte Jun an die vorderste Front – und das beinahe gleich mit Erfolg: Ein schönes Zuspiel von Klein zirkelte er aus kurzer Distanz über das Tor. Im Gegenzug ließen sich auch die Rieder nicht lumpen, Beichler veranlasste mit einem Volleyschuss Goalie Lindner, sich zu strecken, um seine Mannschaft vor einem Rückstand zu bewahren.

Und siehe da, das Dargebotene wurde plötzlich kurzweilig, interessant und intensiv, wobei beide Teams sich in der Offensive mehr zutrauten. Nur die sich bietenden Chancen wollten die Akteure nicht verwerten. Bis Linz kam.

In der Nachspielzeit parierte Austria-Goalie Lindner dann noch einen Freistoß von Hadzic.

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