Sport | Fußball 05.12.2011

Linz: "Habe mit Rapidlern kein Problem"

© Bild: apa

Austrias Kapitän spricht über den Elfmeterstreit, Hofmanns Gefährlichkeit und Grenzen der Rivalität.

KURIER: Was schätzen Sie an Rapids bestem Derby-Torschützen Steffen Hofmann?
Roland Linz: Er ist über Jahre schon bei Rapid das Um und Auf, mit ihm steht und fällt die Mannschaft. Ich schätze ihn sehr.

Wie entschärft man einen Steffen Hofmann - außer mit einem Troyansky?

Für jeden Spielmacher ist es unangenehm, wenn er einen Schatten hat. Aber über 90 Minuten kann man Hofmann nicht ausschalten, allein schon, weil er bei Freistößen extrem gefährlich ist.

In der letzten Bundesliga-Runde haben Sie vier Mal getroffen, im Europacup ebenso. Die Austria-Offensive ist gut in Schuss.

Das war wichtig für mich persönlich, ebenso wie die drei Punkte für das Team. Und am Donnerstag haben wir uns für Rapid warmgeschossen.

Sie sind der beste Derby-Torschütze der aktuellen Austria-Mannschaft. Stolz darauf?

Das freut mich. Ich habe auch insgesamt zu Schachner und Rushfeldt aufgeschlossen. Jetzt fehlt mir glaube ich nur noch der Andi Ogris (lacht).

Werden Sie sich mit Barazite wieder um einen möglichen Elfmeter streiten?
Nein, der Trainer nominiert den Schützen. Gegen Kapfenberg habe ich mich einfach nur gut gefühlt und wollte als Kapitän die Verantwortung übernehmen.

Was macht Rapid gefährlich?
Ich habe bisher kein Spiel von ihnen live gesehen, aber sie haben sieben Punkte geholt und einen guten Start erwischt. Rapid ist eine gefestigte Mannschaft, das wird ein interessantes Duell.

Was bedeutet es für Sie, dass ein Derby wieder im Happel-Stadion gespielt wird?
Ich rechne mit 30.000 Fans. Das gibt dann trotz der Laufbahn eine tolle Stimmung.

Rapid ist im Gegensatz zur Austria ausgeruht. Ist das ein Nachteil?

Wir sind alle Profis. Andere Menschen arbeiten acht Stunden am Tag. Damit müssen wir umgehen, denn wir wünschen uns ja diese Doppelbelastung.

Pflegen Sie Freundschaften zu Rapidlern?
Ja, ich verstehe mich gut mit Markus Katzer und Helge Payer. Im Nationalteam trifft man auch immer wieder aufeinander, da ist die Stimmung gut. Außerhalb des Platzes habe ich mit Rapidlern keine Probleme.

Dennoch gibt es immer wieder kleine Zwischenfälle mit Fans, die Spielern ins Essen spucken ...
Zum Glück ist das mir noch nicht passiert. Solche Dinge wünsche ich weder einem Austrianer noch einem Rapidler. Eine Rivalität zwischen den Klubs ist in Ordnung, aber es muss Grenzen geben.

Die Austria stand in den letzten zwei Saisonen am Ende vor Rapid. Sind die Veilchen die bessere Mannschaft?
Die Tabelle lügt bekanntlich nicht.

Der Spruch stammt aber nicht von Ihnen.
Auch das ist keine Lüge.

Was wird das Derby entscheiden?

Der Spielverlauf und Standardsituationen. Die sind immer wichtig in einem Duell auf Augenhöhe.

Wird die Austria auch gegen den Erzrivalen mit drei gelernten Stürmern aufkreuzen?

Das hat zuletzt gut geklappt, warum also nicht? Wir sind eine Mannschaft, die nach vorne spielt.

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Erstellt am 05.12.2011