© apa

Sport Fußball
12/05/2011

Lazio-Fans weiter auf dem "rechten" Weg

Miroslav Klose erzielte in der Nachspielzeit Lazios 2:1-Siegtreffer im Derby gegen Roma.

Irgendwie schade eigentlich, dass Miroslav Klose kein dunkelhäutiger Stürmer ist. Wie die rassistischen Ultra-Tifosi von Lazio Rom etwa wohl dann reagiert hätten? Mit Jubelchören, weil der Erzrivale AS Roma besiegt wurde, oder doch wie gehabt mit den stupiden Anfeindungen, wie sie seit Jahren schon farbige Spieler immer wieder erfahren müssen?

Miroslav Klose war jedenfalls der gefeierte Held beim 2:1-Prestigeerfolg im Derby gegen AS Roma. Der Deutsche erzielte in der Nachspielzeit das entscheidende Tor und wird wegen seiner Treffsicherheit von den Tifosi umjubelt. Teils mit äußerst fragwürdigen Transparenten (siehe Bild), die in Runenschrift gehalten sind. Den auf Klose abgewandelten Spruch "Gott mit uns" verwendete die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Bereits in der Vergangenheit waren Lazio-Fans mit rassistischen Botschaften und rechten Symbolen negativ in Erscheinung getreten.

Titel

Miroslav Klose selbst hat sich derweil in Rom perfekt eingelebt. "Der Wechsel war die richtige Entscheidung", erklärt der deutsche Teamstürmer, der innerhalb der Mannschaft ein hohes Ansehen genießt. "Mit einem Spieler wie Klose haben wir realistische Chancen, um den Titel mitzuspielen", meinte Lazio-Kapitän Stefano Mauri. Derzeit liegen die Römer an vierter Position.

Klose hat noch große Ziele - vor allem mit dem Team. Der 33-Jährige geht bis zur WM 2014 in Brasilien auf Rekordjagd: Klose hat in 112 Spielen für Deutschland 62 Tore erzielt und rangiert in der Bestenliste hinter Gerd Müller (68 Tore) auf Rang zwei. Bei seinen drei WM-Teilnahmen markierte er 14 Treffer, nur der Brasilianer Ronaldo hat um einen mehr.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund

  • Hintergrund