Sport | Fußball
22.01.2012

Laute Sticheleien vor Englands "Super Sunday"

Arsenal und Tottenham wollen sich gegen die Manchester-Klubs rehabilitieren. Die Stimmung ist aufgeheizt.

England ist elektrisiert. Stars frotzeln, Trainer sticheln, und die Medien heizen den "Super Sunday" mit den Premier- League-Krachern Manchester City Tottenham und Arsenal – Manchester United zusätzlich an.

Die stolzen Hauptstadt-Klubs wollen Revanche für die desaströsen Hinspiel-Pleiten. Tottenham verlor in der Hinrunde gegen den Tabellenführer mit 1:5, die " Gunners" gingen beim Meister sogar mit 2:8 unter - die schlimmste Pflichtspiel-Demontage seit 1896.

"Was in Manchester passiert ist, ist eine Motivation. Ich habe noch nie 2:8 verloren. Wir freuen uns drauf, die Dinge geradezurücken", tönte Arsenal-Kapitän Robin van Persie, und selbst sein stets besonnener Coach Arsène Wenger ließ sich zu der Aussage hinreißen, mit ManUnited immer noch "auf einem Level" zu sein. Dabei steckt sein Team nach zwei Niederlagen in Serie, zuletzt das 2:3 bei Swansea, in einer Mini-Krise – und liegt als Fünfter 15 Punkte hinter ManCity und zwölf hinter United.

Seitenhiebe

Tottenhams Star Rafael van der Vaart provozierte vor dem Duell mit ManCity die vermeintlich übermächtige Konkurrenz mit der Behauptung: "City hat Spieler, die Tore schießen und Spiele entscheiden können. Aber wir sind eher wie ein Team."

Auch Tottenhams Coach Harry Redknapp erlaubte sich einen kleinen Seitenhieb. Die Spurs lauern auf Platz drei, mit fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter, "ohne jemanden, der durch die Tür kommt, und mir ein Bündel Geld auf den Schreibtisch klatscht". City-Trainer Roberto Mancini stieg auf die Psychospielchen nicht ein. "Wir müssen anfangen, hässlich zu gewinnen."