Sport | Fußball
22.06.2017

Kurios: Chinas U20 bald in deutscher Regionalliga?

In der Vorbereitung auf die olympischen Spiele in Tokio 2020 soll Chinas Nachwuchsnationalteam Erfahrung sammeln.

Ungewöhnliche Maßnahme: Um die Mannschaft optimal auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorzubereiten, soll die chinesische U20-Auswahl in der kommenden Saison in der viertklassigen deutschen Regionalliga Südwest mitspielen. Das berichtet der Kicker. Zwischen dem DFB und dem chinesischen Fußballverband besteht seit November 2016 ein Kooperationsabkommen.

Demnach habe man bereits mit den betroffenen Vereinen - in der Regionalliga sind für die kommende Saison 19 Teams gemeldet - über den Vorschlag gesprochen. "Sie stehen der Idee positiv gegenüber", wird DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann im Kicker zitiert. "Die geplante Kooperation mit China ist bekannt, dafür braucht man natürlich auch gute Inhalte. Demnächst tagen die Manager der Regionalliga Südwest. Bis dahin müsste eine Entscheidung fallen, denn dort wird auch der Spielplan fix gemacht."

Wegen der ungeraden Anzahl hätte jedes Team in der kommenden Saison zwei freie Spieltage; an diesen soll nun gegen das - außer Konkurrenz antretende - chinesische Team gespielt werden. Eine Heimstätte hat die Auswahl nicht, die Spiele wären jeweils Heimspiele für die regulären Klubs. Zudem würde jeder Verein 15.000 Euro Prämie erhalten.

Alle Vereine der Regionalliga sind aber nicht mit dem Vorschlag einverstanden - und üben humorvoll Kritik an dem Plan. Rot-Weiß Essen schlägt dem DFB vor, in der Saison 2018/19 in der Bundesliga anzutreten - "wenn es sein muss auch außer Konkurrenz", wie es in dem gut 2000 Mal geteilten Beitrag heißt.