Sport | Fußball
03.05.2017

Keine Mehrheit: Gegenwind für ÖFB-Chef Leo Windtner

Von insgesamt zehn Mitgliedern des Wahlausschusses stimmten nur drei für die Wiederwahl Windtners.

Am 18. Juni soll auf der ÖFB-Hauptversammlung ein Präsident gewählt werden. Genauer gesagt, Leo Windtner will in seine dritte Amtsperiode als Verbandschef gehoben werden. Als Gegenkandidat hat sich bisher noch niemand gemeldet. Eine Wiederwahl als Formsache also?

Am vergangenen Freitag zeigte der Wahlausschuss, dass die Weichen durchaus in eine andere Richtung gestellt werden könnten. Von insgesamt zehn Mitgliedern (neun Landespräsidenten und Bundesliga-Präsident Hans Rinner) stimmten nur drei für die Wiederwahl Windtners. Eine schwere Niederlage für den ehemaligen Chef der Oberösterreichischen Energie AG.

Forderung

In der Gerüchteküche brodelt es. Wie heiß aufgetischt werden wird, bleibt abzuwarten. So hört man, dass Windtner dazu gebracht werden soll, künftig auf den von ihm geförderten ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner zu verzichten. (Verbunden ist das alles mit einem Erfolg in der WM-Qualifikation). Eine personelle Veränderung – quasi die Bedingung für eine in Aussicht gestellte Wiederwahl.

Richtiggehend abenteuerlich ist das Gerücht, das den ehemaligen Landeshauptmann von Niederösterreich Erwin Pröll als Kandidat für das Amt des ÖFB-Präsidenten ins Rennen schickt. Er soll von einem ehemaligen ÖFB-Funktionär ins Spiel gebracht worden sein.