Sport | Fußball
05.12.2011

Junuzovic - Verlängerung "vorstellbar"

Austrias Mittelfeld-Motor Zlatko Junuzovic kann sich offenbar wieder eine Vertragsverlängerung in Favoriten vorstellen.

Hatte der jüngst mit dem "Bruno" als bester Spieler des Jahres ausgezeichnete Zlatko Junuzovic noch vor knapp zwei Monaten eine Vertragsverlängerung bei der Wiener Austria kategorisch ausgeschlossen, so scheint nach Ende der Transferperiode ein Verbleib über 2012 hinaus nicht ausgeschlossen.

Zuvor hatte es lange nach einem Wechsel in die deutsche Bundesliga ausgesehen. Der Mittelfeldspieler war lange mit Hannover 96 in Verbindung gebracht worden, die holten jedoch nicht "Junu", sondern Daniel Royer von der SV Ried.

"Aber er hat mir sicher nicht den Platz weggenommen. Daniel geht als Flügelspieler zu Hannover, ich bin ein Zentrumsspieler, auch wenn ich derzeit bei der Austria über links komme. Das ist aber nicht meine Lieblings- und Idealposition", betonte Junuzovic.

"Enttäuscht bin ich deswegen aber nicht, auch wenn ich mir am Anfang der Transferperiode vorgenommen habe, ins Ausland zu gehen. Das Problem ist wahrscheinlich die Ablösesumme gewesen", vermutete Junuzovic.

Offene Türen

Angesprochen auf eine Vertragsverlängerung am Verteilerkreis antwortete der Teamspieler dann jedoch überraschend: "Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen, man kann darüber reden."

Eine Unterschrift unter jenen Vertrag, den ihm die "Veilchen" im Sommer vorgelegt hatten, sei jedoch nicht infrage gekommen. "Das waren einige Punkte dabei, die von der Austria nicht okay waren." Dennoch schwor Junuzovic den Violetten zumindest bis kommendes Jahr die Treue. "Von meiner Seite ist ein Wechsel im Winter nicht möglich. Ich will bei der Austria bleiben, denn ich habe in dieser Saison große Ziele", erklärte der 23-Jährige.

Austrias Sportvorstand Thomas Parits zeigte sich von der Bereitschaft Junuzovic', seinen Vertrag eventuell doch zu verlängern, verwundert. "Ich bin überrascht, denn vor einiger Zeit hat er noch gesagt, dass er nicht unterschreiben will." Die Tür für neue Verhandlungen stehe offen. "Er kann jederzeit bei mir vorbeischauen, aber den Schritt muss er machen."

Die Ablehnung des im Sommer vorgelegten Kontraktes durch den Regisseur kann Parits noch immer nicht ganz nachvollziehen. "Wir haben ihm damals ein super Angebot gemacht, das eine Ausstiegsklausel für das Ausland beinhaltet hätte", erzählte der Burgenländer.