Leipzig's Daniel Frahn (C) reacts after scoring against Wolfburg during their DFB first round German soccer match (DFB-Pokal) in Leipzig July 29, 2011. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER) DFB RULES PROHIBIT USE IN MMS SERVICES VIA HANDHELD DEVICES UNTIL TWO HOURS AFTER A MATCH AND ANY USAGE ON INTERNET OR ONLINE MEDIA SIMULATING VIDEO FOOTAGE DURING THE MATCH

© Reuters/TOBIAS SCHWARZ

Fußball
02/24/2013

In Deutschland geht die Angst vor Red Bull um

Für RB Leipzig läuft es sportlich ausgezeichnet. Heute steht das Stadtderby gegen Lok an.

von Stephan Blumenschein

Es ist durchaus eine interessante Frage: Wo werden am heutigen Sonntag mehr Zuschauer sein? Beim österreichischen Bundesliga-Schlager zwischen Salzburg und Rapid oder beim Leipziger Stadtderby zwischen RB und Lok in der deutschen Regionaliga Nordost?

Die Zuschauererwartungen sind vor beiden Spielen ähnlich. So an die 15.000 Fans sollten es sowohl in der Red-Bull-Arena in Salzburg als auch in der Red-Bull-Arena in Leipzig werden.

Einer aus der Red-Bull-Führungsriege hat schon seine Entscheidung getroffen, in welchem Stadion er am Sonntag sein wird: Ralf Rangnick, der als Sportchef sowohl für Salzburg als auch für Leipzig verantwortlich ist, wird in Österreich zugegen sein.

Sportlich ist das Duell in Salzburg wohl auch wichtiger als jenes in Leipzig. Für Österreichs Titelverteidiger, der ja derzeit nur auf Platz zwei in der Bundesliga steht, geht es gegen Rapid wohl um die letzte Titelchance.

Alleingang

In Leipzig ist der dortige Red-Bull-Klub voll auf Meisterkurs. RasenBallsport hat derzeit neun Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Carl Zeiss Jena. In den Jahren 2011 und 2012 war der Red-Bull-Klub am großen Ziel gescheitert, nun scheint der Titel nur Formsache zu sein.

In Deutschland geht jedenfalls schon die Angst um vor einem weiterem Emporkömmling, der sich dank eines Investors im Kreis der deutschen Platzhirsche etablieren könnte – wie schon Leverkusen dank Bayer in den 1980ern, Wolfsburg dank Volkswagen in den 1980ern und Hoffenheim dank SAP in den 2000ern.

Gegen Red Bull wird jedenfalls schon kräftig Stimmung gemacht, besonders von Borussia Dortmund. „Wir können nicht noch drei Mannschaften gebrauchen, die vor 25.000 Zuschauern spielen und auswärts nur 500 Zuschauer mitbringen. Da kollabiert das System, da ist es vorbei mit der Roadshow im Ausland“, erklärte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erst diese Woche.

Durch die Emporkömmlinge seien schon Publikumsmagneten wie Köln und Kaiserslautern aus der Bundesliga verdrängt worden. Und weitere Traditionsklubs könnten folgen, sollte Red Bull den finanziellen Einsatz erhöhen. Das ist aber Zukunftsmusik. Derzeit spielt RB Leipzig noch in der Regionalliga. Selbst der Meistertitel wäre noch nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 3. Bundesliga. Danach wartet noch ein Play-off.

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