Hörtnagl spielte einst bei APOEL

- BILD ZU APA SI VON HEUTE - Im Grazer Arnold Schwarzenegger-Stadion traf heute abend Sturm Graz im Rückspiel des Cup der Cupsieger auf Hapoel Nikosia. Bild zeigt das 1:0 durch Hannes Reinmayr (Sturm). Alfred Hörtnagl (Apoel,re.) kommt zu spät. Endstand 3
Foto: apa Im Dress von APOEL Nikosia sah Alfred Hörtnagl (re.) 1997, wie Sturms Reinmayr traf.

Der 45-jährige Tiroler berichtet von Disco-Besitzern und Vertragsverbrechern.

APOEL Nikosia hat bereits vor dem aktuellen Erfolgslauf in das Viertelfinale der Champions League auf eine Importpolitik gesetzt: 1997 war Alfred Hörtnagl einer der vielen Legionäre auf der Mittelmeerinsel. In acht Ligaspielen erzielte der Mittelfeldrackerer zwei Tore, "das ist für meine Verhältnisse eine wirklich starke Quote."

Nach dem raschen Rauswurf von Trainer Kurt Jara und Stürmer Christoph Westerthaler hielt es aber auch den letzten Tiroler nicht mehr lange auf Zypern.

"APOEL hat mir mehrere Monate lang keinen Gehalt mehr gezahlt", erzählt Hörtnagl, der mittlerweile Fußball-Koordinator beim deutschen Aufstiegskandidaten Greuther Fürth ist. Trotz des Vertragsbruchs wollte APOEL dem heute 45-Jährigen keine Freigabe erteilen.

Eine Harley als Standardausrüstung

"Am Ende war es eine Flucht nach Tirol", die durch einen betrunkenen Taxler beinahe am Flughafen gescheitert wäre, wie Hörtnagl in seinem 2005 erschienenen Buch "Kämpfen und Siegen mit Herz" beschreibt. Schließlich bestätigte auch die FIFA den ablösefreien Wechsel zu Innsbruck.

Auch in den sechs Monaten als APOEL-Spieler erlebte Hörtnagl Bemerkenswertes. "Du hast als Spieler auf der Insel einen besonderen Status, weil es der Kultklub ist."

Die Gehälter waren (so lange sie bezahlt wurden) sehr hoch: "Die guten Spieler leisteten sich zwei, drei Autos. Eine Harley-Davidson war eigentlich die Standardausrüstung." Und Zeit für das (Nacht-)Leben blieb auch: "Unser Tormann hat nebenbei sogar eine riesige Freiluft-Disco mit Swimmingpool betrieben."

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(kurier) Erstellt am
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