Trainer Pep Guardiola und sein Schützling David Alaba

© REUTERS/FABIAN BIMMER

Fußballer des Jahres
12/17/2015

Guardiola: "Alaba bereichert mein Leben"

Der Bayern-Trainer gratuliert Österreichs Fußballer des Jahres und überschüttet ihn mit Lob.

Bayern-München-Trainer Pep Guardiola kommt aus dem Schwärmen über seinen Allrounder David Alaba fast nicht mehr heraus. "Dass ich David in meinem Leben getroffen habe, ist ein Geschenk", sagte der Spanier nach dessen fünfter Wahl zu Österreichs "Fußballer des Jahres". Ein Geschenk ist Alaba auch für den ÖFB, der in Person von Teamchef Marcel Koller und Präsident Leo Windtner gratulierte.

"David hat diese großartige Auszeichnung verdient und ich freue mich sehr darüber", sagte Guardiola in einem Statement. "Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer und mit ihm jeden Tag arbeiten zu können, ist eine Ehre für mich."

"Auch als Mensch ist er eine Bereicherung in meinem Leben"

Der Katalane betonte dabei nicht nur die sportliche, sondern auch die menschliche Komponente. "In unserem Geschäft spricht man so oft von Titeln und Erfolgen. Wenn ich über David spreche, dann denke ich an diesen großartigen Jungen", erklärte Guardiola. "Nicht nur als Trainer ist es eine große Freude, ihn in der Mannschaft zu haben. Auch als Mensch ist er eine Bereicherung in meinem Leben."

Die Familien von Guardiola und Alaba sind miteinander bekannt. "Wenn ich seine Mutter sehe, mit dem selben großen Lachen wie David, weiß ich, woher diese Herzlichkeit kommt", meinte der Bayern-Trainer, der den ÖFB-Star bereits in vielen verschiedenen Rollen eingesetzt hat.

Die Bayern wissen, was sie an ihrem Ausnahmekönner haben. "David ist ein außergewöhnlicher Fußballer. Er hat alles, was ein Weltklassespieler haben muss: großes Talent, Leidenschaft, den Ehrgeiz, immer noch besser werden zu wollen, und für sein Alter bereits unglaubliche Erfahrung", sagte deren Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Der Klubchef verwies auch auf die Erfolge, die Alaba mit gerade einmal 23 Jahren bereits eingefahren hat. "Er hat mit dem FC Bayern alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt", betonte Rummenigge. "Und für Österreich war er der Garant dafür, dass die Nationalmannschaft sich nach langer Zeit wieder mal sportlich für ein großes Turnier qualifiziert hat."

Kommenden Juni reisen Alaba und Co. zur EM nach Frankreich. "Es ist unglaublich, was er in seinen jungen Jahren bereits erreicht hat, und wie er dabei stets fokussiert und bescheiden geblieben ist und nie die Bodenhaftung verloren hat", lobte Teamchef Koller seinen Schlüsselspieler. "Es ist großartig, dass David diese Auszeichnung wieder erhalten hat."

"Einzigartige Karriere"

Windtner freut es laut eigenen Angaben besonders, dass Alaba mit fünf Siegen bei der Wahl zum Fußballer des Jahres nun deren alleiniger Rekordgewinner ist. "Er ist zur Stütze beim FC Bayern ebenso wie bei uns im Nationalteam geworden - und das mit 23 Jahren", erklärte der ÖFB-Präsident. "Die Karriere dieses Vorzeigeathleten ist wirklich einzigartig und beeindruckend, zumal er sich trotz seiner überwältigenden Erfolge Demut und Bescheidenheit gewahrt hat."

Aus dem ÖFB-Team ist der Wiener gar nicht mehr wegzudenken. "Ich hoffe, dass er bis zur EURO von keinen weiteren Verletzungen geplagt ist", sagte Windtner. Immerhin war Alaba in den vergangenen 14 Monaten von zwei Knieverletzungen und zuletzt von einer Kapselverletzung im Sprunggelenk zurückgeworfen worden.

Neben dem Wahlsieger gratulierte Windtner auch den Zweit- und Drittplatzierten - nämlich den ÖFB-Teamspielern Aleksandar Dragovic, Marko Arnautovic und Zlatko Junuzovic. "Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr: Das Nationalteam ist hoch im Kurs", meinte der Verbandschef.

Alaba: "Bin immer stärker zurückgekommen"

Die Nachricht von seiner insgesamt fünften Kur zu Österreichs Fußballer des Jahres hat David Alaba während seiner Rehabilitation wegen einer Sprunggelenksverletzung erreicht. Der Wiener arbeitet derzeit in München hart daran, zum Vorbereitungsstart für die Frühjahrssaison wieder topfit zu sein.

Wie sehr freuen Sie sich über die neuerliche Auszeichnung als "Fußballer des Jahres"?

"Das ist eine riesige Ehre für mich. Ich bin Gott sehr dankbar für diesen Preis und auch den Trainern, die mich gewählt haben."

Ist Ihre Sprunggelenksverletzung schon weitgehend abgeheilt?

"Es geht schon besser. Ich arbeite am Comeback und hoffe, so schnell wie möglich zurück zu sein. Meinem Fuß geht es täglich besser, das ist die beste Motivation. Ich bin bereit für die Vorbereitung im Jänner."

Sie hatten in der Vergangenheit schon mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Inwieweit war das auch eine mentale Belastung?

"Das ist kein Problem. Ich habe in diesen Phasen viel dazugelernt und bin immer stärker zurückgekommen. Das ist auch diesmal das Ziel."

Nach allen Verletzungen waren Sie sofort wieder Stammspieler. Wie wichtig ist Ihnen dieses Vertrauen von Trainer Josep Guardiola?

"Zuerst einmal macht es mich stolz, bei so einem Verein spielen zu dürfen und dann auch noch so eine wichtige Rolle zu haben. Ich bin dem Trainer für dieses Vertrauen sehr dankbar und versuche, ihm das zurückzugeben."

Glauben Sie, dass Guardiola auch nach dieser Saison noch Bayern-Trainer sein wird?

"Ich weiß nicht, wie seine Entscheidung aussehen wird. Aber nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft hofft, dass er bleibt. Wir haben uns mit ihm von Jahr zu Jahr verbessert. Er hat einen großen Anteil daran, dass wir diesen attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen. Er ist einer der besten Trainer der Welt."

Guardiola setzt Sie auf den verschiedensten Positionen ein, allerdings eher selten im Mittelfeldzentrum. Sehen Sie das als Problem?

"Ich bin ein Spieler, der mehrere Positionen spielen kann, das habe ich auch schon bewiesen. Längerfristig sehe ich mich aber im Mittelfeld."

Haben die geringen Einsatzzeiten im Mittelfeld Auswirkungen auf eine mögliche Vertragsverlängerung bei den Bayern?

"Ich habe Vertrag bis 2018, das ist noch eine lange Zeit. Ich versuche, mich auf die kommenden Aufgaben und mein Comeback zu konzentrieren."

Steht derzeit einzig und allein der FC Bayern im Mittelpunkt, oder wirft auch schon die EURO 2016 ihre Schatten voraus?

"Vor der EM habe ich mit dem FC Bayern noch viele Ziele, die ich erreichen will. Deshalb ist der Fokus derzeit in erster Linie auf die Bayern gerichtet. Aber sicher ist die EM irgendwo im Hinterkopf."

Wie weit kann es das ÖFB-Team in Frankreich schaffen?

"Ich traue uns einiges zu. Schon in der Qualifikation haben wir gezeigt, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben und eine Einheit sind. Wir werden alles dafür tun, um so weit wie möglich zu kommen. Verstecken müssen wir uns sicher nicht."

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