Sport | Fußball
29.04.2014

Boskovic verlässt Rapid endgültig

"Es ist vorbei, es macht keinen Sinn mehr", sagt der 33-Jährige zum KURIER.

Branko Boskovic steht vor seinem zweiten, diesmal endgültigen Abschied von Rapid. Der 33-jährige Edeltechniker war im Jänner 2013 nach zweieinhalb Jahren in den USA nach Hütteldorf zurückgekehrt. Sein Eineinhalbjahresvertrag läuft aus, Rapid hat keinen neuen Kontrakt angeboten. „Es ist vorbei, es macht keinen Sinn mehr“, erklärt Boskovic im KURIER-Gespräch.

An eine Last-Minute-Einigung denkt der Mittelfeldspieler nicht mehr: „Da geht es gar nicht um Geld. Wenn ich für die Planungen wichtiger wäre, hätte ich zuletzt öfter gespielt. Und der Typ für Kurzeinsätze bin ich nicht. Da ist es besser, Rapid forciert einen der vielen guten Jungen.“ Diese Saison spielte der Linksfuß nur in fünf Pflichtspielen für Rapid durch.

Boskovic stellt klar, dass er nicht im Groll geht: „Ich bin dankbar dafür, was der Trainer und alle im Verein für mich getan haben. Ich verstehe ja auch, was sie vorhaben.“ Aufhören will er mit dem Status eines Stammspielers im Nationalteam von Montenegro freilich nicht: „Ich habe schon Anfragen aus dem Ausland. Ein, zwei Jahre mit regelmäßigen Einsätzen sollten noch möglich sein.“

Liebling der Trainer

Boskovic war 2007 in schlechtem körperlichen Zustand gekommen und entwickelte sich zum Lieblingsspieler von Ex-Trainer Pacult, ging aber wegen finanzieller Differenzen im Sommer 2010. Sein kongenialer Partner Steffen Hofmann setzte sich 2013 für die Rückkehr ein.

Ex-Sportdirektor Helmut Schulte erkannte schon nach wenigen Trainingseinheiten: „Das ist der begnadetste Kicker hier.“ Auch Chefcoach Zoran Barisic schätzte die außergewöhnliche Technik und Übersicht des Spielerrat-Mitglieds. Zum dauerhaften Leistungsträger wurde der Fan-Liebling aber auch wegen seiner Verletzungsanfälligkeit nicht mehr.

Gesucht wird fürs Zentrum nach einem zentralen Mittelfeldspieler mit dem Fokus auf die Defensive. Stefan Schwab (der seine Stärken ohnehin eher in der Offensive hat) ist aufgrund der Ablöseforderungen kaum zu finanzieren. Sollte der Admira die Lizenz verweigert werden, wäre der 23-Jährige allerdings ablösefrei. Am Mittwoch wird in erster Instanz über die Lizenz entschieden.