Sport | Fußball
05.12.2011

Goalie spielte trotz "Filmriss" durch

Leverkusen verlor in Mainz 0:2, Goalie Giefer kann sich an nichts erinnern. Auch an seinen kapitalen Fehler nicht.

Weil Stammtorhüter René Adler verletzt ist, durfte der 21-jährige Fabian Giefer zum Bundesliga-Auftakt das Tor von Bayer Leverkusen hüten. Ein unvergessliches Ereignis? Nein.

"Ich habe einen kompletten Filmriss. Ich wusste nicht einmal, wie wir gespielt haben. Von meinem Fehler weiß ich auch nichts. Ich kann mich weder an unsere Vorbereitung auf das Spiel, an das Hotel in Mainz, nicht einmal an unser Trainingslager im Zillertal erinnern. Mir fehlt da ein Monat Erinnerung. Das ist schon etwas schaurig", sagte Giefer dem Kölner Express.

Giefer war in der 84. Minute mit dem Mainzer Eric-Maxim Choupo-Moting zusammengekracht, spielte danach aber weiter und kassierte noch das 0:2 (86.).

Kapitaler Bock

Die Mainzer Führung (32.) hatte Giefer mit einem kapitalen Fehler verschuldet: Er wollte einen harmlosen Rückpass mit dem Fuß wegschießen, traf den Ball aber nicht richtig und servierte die Kugel Sami Allagui, der mühelos einschoss.

Nach Leverkusens 0:2-Niederlage wurde Giefer in die Mainzer Uniklinik gebracht, wo er bis Montag zur Beobachtung bleiben musste. Giefer erlitt eine Gehirnerschütterung mit einem massiven Gedächtnisverlust.

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