Geldregen oder kalte Dusche für Sturm

Die große Chance: Die Tore von Roman Kienast (links mit Sandro Foda) werden immer wertvoller.
Foto: apa

Die Grazer treten heute im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde bei Zestafoni an - ein Aufstieg würde viel Geld bringen.

Die Sturm-Kicker durften am Montag nicht zur geplanten Zeit abheben. Keine Landeerlaubnis in Tiflis. Irgendwann kamen die Steirer doch in Georgien an - dort, wo die Foda-Elf heute mit einem Sieg im Hinspiel bei Zestafoni (18 Uhr, ORF 1/KURIER.at-LIVE-Ticker) Richtung Play-off der Champions League abheben will. Bewältigt Sturm dann noch eine letzte Hürde, ist das erste, große Saisonziel erreicht: die Gruppenphase der Champions League.

Dort wartet ein Geldregen: Für einen Platz in der Gruppenphase zahlt die UEFA eine Prämie von 3,8 Millionen Euro. Für jedes Gruppenspiel gibt es 550.000 Euro (so viel haben im Mai die Meisterprämien ausgemacht), bei sechs Partien könnten sich die Grazer also noch einmal 3,3 Millionen aufs Konto gutschreiben lassen. Zu den fixen Einnahmen von 7,1 Millionen Euro kommen Eintrittsgelder von drei Heimspielen hinzu. Der Klub, der die Saison mit 12 Millionen budgetiert hat, darf also fast mit 10 Millionen Euro brutto planen. Jeder Sieg bringt zusätzlich 800.000 Euro, jedes Remis zumindest die Hälfte.

Relationen

Wenig Geld, wenn man es in Relation zum teuersten Kicker weltweit setzt: Lionel Messis Marktwert beträgt 100 Millionen Euro (laut transfermarkt.at). Viel Geld, wenn man die teuersten Österreicher unter die Lupe nimmt: Der Bremer Marko Arnautovic ist (zumindest auf dem Papier) 6,5 Millionen wert.

Sturms teuerste Männer sind Tormann Christian Gratzei und Stürmer Roman Kienast mit einem Wert von je 1,5 Millionen. Sturms teuerster (Fehl-)Einkauf war übrigens Charles Amoah, für den man vor fast zehn Jahren umgerechnet rund vier Millionen Euro zahlte.

Wege

In die Europa League führen zwei Wege: 1. Wenn man nach einem Ausscheiden gegen Zestafoni im Play-off zur Europa League gewinnt. 2. Wenn man Zestafoni ausschaltet, aber dann im Play-off der Champions League scheitert.

Für einen Einzug in die Gruppenphase der Europa League gibt es ein Startgeld von einer Million Euro, soviel hat Frankfurt übrigens für Schildenfeld bezahlt. Da sind aber die Punkteprämien (ein Sieg bringt 140.000 Euro) und Eintrittsgelder nicht eingerechnet. Schlägt Sturm Georgiens Meister, der ohne Legionär auskommt, ist dieses Geld fix.

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(kurier) Erstellt am
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