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12.06.2017

Wales hielt WM-Rennen mit 1:1 in Serbien offen

Die Waliser liegen wie Österreich vier Zähler hinter dem Führungsduo Serbien und Irland.

Wales steht wie Österreich in der WM-Qualifikation für Russland 2018 vor einer schwierigen Endphase. Das 1:1-Auswärtsremis in Serbien half den Briten nur bedingt weiter. Wie für David Alaba und Co. wird das Aufeinandertreffen mit Österreich am 2. September in Cardiff zur Schnittpartie. Teamchef Chris Coleman wusste indes: "Es wird bis zur letzten Minute spannend bleiben."

Für die Waliser war die Punkteteilung in Belgrad eine hart erarbeitete. Dabei gingen die ohne ihren gesperrten Star Gareth Bale angetretenen Gäste in angeheizter Atmosphäre durch Aaron Ramsey in Führung. Der Arsenal-Mittelfeldmann verwertete in der 35. Minute einen Foulelfmeter in Panenka-Manier. Der Tscheche hatte seinen berühmte Elfer im EM-Finale 1976 gegen Deutschland im Roter-Stern-Stadion ausgeführt.

Auf den Rängen musste die Polizei unmittelbar danach einschreiten, nachdem serbische Hooligans den walisischen Sektor attackiert hatten. Rund 40.000 Zuschauer hatten den Weg zum Spiel gefunden, seit Jahren hatte Serbiens Nationalteam nicht mehr vor so vielen Heimfans gespielt.

Serben setzten sich unter Druck

Die "Adler" begannen auch furios, rannten nach 35 Minuten aber dem Rückstand nach. Aleksandar Mitrovic traf gegen vehement verteidigende Waliser in der 74. Minute aus kurzer Distanz immerhin noch zum mit Feuerwerkskörpern bejubelten Ausgleich. Serbien versuchte danach vergeblich, das Siegestor zu erzwingen. Trainer Slavojub Muslin war enttäuscht: "Leider haben wir den Sieg nicht geschafft. Wir sind schwach gestartet, nachdem wir uns selbst unter großen Druck gesetzt haben."

Nicht unbedingt fröhliche Gesichter gab es auch bei den Walisern, auch wenn Coleman angab, mit dem Resultat zufrieden zu sein. Nach fünf Unentschieden in sechs Gruppenspielen seien ab sofort aber nur noch Siege gefragt. "Wir brauchen nun vier Siege aus vier Spielen, um uns direkt zu qualifizieren. Drei Siege und ein Unentschieden reichen vielleicht für den Play-off-Platz", rechnete Coleman vor.

Wie Österreich fehlen dem EM-Halbfinalisten 2016 vier Punkte auf die voran liegenden Serben sowie die zweitplatzierten Iren. "Es ist noch alles drin. Serbien muss noch nach Österreich und Irland", erinnerte Coleman. Auf seine Schützlinge warten nach dem Heimspiel gegen Österreich noch Auswärtsantritte in Moldau und Georgien. Zum Abschluss am 9. Oktober geht es zu Hause gegen Irland.

Serbien bestreitet die nächste Partie erneut daheim gegen Moldau, ehe es nach Dublin und Wien geht. Im letzten Spiel der Quali-Kampagne gastiert dann Georgien in Belgrad. Platz eins wollen die Serben vorerst nicht abgeben. "Das nächste Spiel ist nun das wichtigste. Es ist wichtig, dass wir die Topposition halten", betonte Mittelfeldmann Nemanja Matic.

Restprogramm der vier Aufstiegskandidaten in der WM-Qualifikationsgruppe D:

Serbien (12 Punkte/6 Spiele, Tordifferenz +6): Moldau (h), Irland (a), Österreich (a), Georgien (h)

Irland (12/6, +4): Georgien (a), Serbien (h), Moldau (h), Wales (a)

Wales (8/6, +4): Österreich (h), Moldau (a), Georgien (a), Irland (h)

Österreich (8/6, +1): Wales (a), Georgien (h), Serbien (h), Moldau (a)

Tabelle:

1.

Serbien

6

3

3

0

13:7

6

12

2.

Irland

6

3

3

0

8:4

4

12

3.

Wales

6

1

5

0

9:5

4

8

4.

Österreich

6

2

2

2

9:8

1

8

5.

Georgien

6

0

3

3

6:10

-4

3

6.

Moldau

6

0

2

4

4:15

-11

2