Sport | Fußball
26.01.2015

Austria-Goalie Lindner vor Wechsel nach Spanien

Die Austria pokert mit dem spanischen Erstligisten Cordoba noch um die Ablösesumme für den Teamtormann.

Für Heinz Lindner ist die Zeit reif. Der Austria-Tormann hat bisher alle Angebote zur Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages abgelehnt, weil er ins Ausland wechseln will. Cordoba soll für alle Beteiligten die gewünschte Lösung bringen. Für Lindner, weil er sich in der starken spanischen Liga im Abstiegskampf beweisen kann. Und für die Austria, weil für den 24-Jährigen jetzt noch kassiert werden kann. Im Sommer würde der Teamtormann zum Nulltarif gehen. Laut KURIER-Informationen sind die Verhandlungen weit fortgeschritten. Allerdings wird noch über die Höhe der sechsstelligen Ablöse gefeilscht, dem Präsidenten der Spanier sollen 500.000 Euro zu viel sein.

Die Verantwortlichen wissen, dass es nichts bringt, einen Reisenden aufhalten zu wollen. Schon Philipp Hosiner war nach dem geplatzten Wechsel zu Hoffenheim einst auf die Austria-Spitze lange sauer. Außerdem bleibt den Wienern noch bis zum 2. Februar Zeit, als Lindner-Ersatz einen erfahrenes Pendant zum 18-jährigen Eigengewächs Osman Hadzikic verpflichten zu können.

Wohlfahrt in Fahrt

Die Austria-Spitze spricht noch von Gerüchten, die man nicht kommentieren möchte. Franz Wohlfahrt hätte sich wohl einen geruhsameren Amtsantritt als violetter Sportdirektor gewünscht, umgekehrt befindet er sich in medias res, was seine Arbeit betrifft. Im Trainingslager in der Türkei bleibt ihm kaum Zeit zum Verschnaufen. Offiziell rechnet er nicht mit einem Wechsel seines Torhüters, inoffiziell ist er schon darauf vorbereitet, wie er am Sonntag Nachmittag in kleinem Kreis anmerkte. Ein routinierter Goalie befindet sich in Österreich. Der ehemalige Teamtormann Michael Gspurning hat mit Jahreswechsel seine Zelte in Griechenland abgebrochen. Der aktuelle Teamtormann Robert Almer ist nicht zu haben. Der 30-Jährige, der schon zwei Mal bei der Austria war, hat noch bis Sommer einen Vertrag in Hannover.

Wohlfahrt kennt Lindner nicht zuletzt seit der gemeinsamen Zeit beim Nationalteam sehr gut. "Wir haben schon damals über einen möglichen Wechsel gesprochen. Er ist mit 24 Jahren noch jung, hat sicherlich ausreichend Zeit. Aber wenn das Angebot stimmt, dann muss er natürlich überlegen zuzugreifen." Wohlfahrt selbst wechselte erst im Alter von 32 Jahren von der Austria zu Stuttgart. "Das war spät, aber für mich dennoch der richtige Schritt. Weil ich reif und bereit war."

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