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31.05.2017

Vienna gerettet: Gläubiger akzeptieren Sanierungsplan

Die Gläubiger haben den Sanierungsplanvorschlag mit einer Quote von 30 Prozent angenommen. Neuer Hauptsponsor ist die Uniqa Versicherung. Alle Details.

Die Vienna ist vorerst gerettet. Die Gläubiger haben dem Sanierungsverfahren mit einer Quote von 30 Prozent zugestimmt, gab der Kreditschutzverband von 1870 am Mittwoch bekannt. Demnach wurden Gläubigerforderungen von 1,4 Mio. Euro anerkannt, die Vienna muss daher in den nächsten zwei Jahren 420.000 Euro aufbringen. Gelingen soll das mit einem neuen Hauptsponsor.

Bei der Sanierungsplan-Tagsatzung am Mittwoch am Handelsgericht Wien wurde festgelegt, dass der 1894 gegründete und damit älteste Fußballverein Österreichs zehn Prozent der akzeptierten Quote, also 140.000 Euro, rasch auszahlen muss, die restlichen 20 Prozent (280.000 Euro) in den kommenden zwei Jahren. Dazu beitragen will der neue Hauptsponsor Uniqa, der mit der Vienna einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Die Vienna war nach dem Tod von Geldgeber Martin Kristek Mitte Jänner in finanzielle Turbulenzen geraten und hatte im März Insolvenz angemeldet.

Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung erhält der neue Geldgeber weitgehende Rechte. Der Haupsponsor soll das Recht haben, das Stadion zu benennen: dazu kommt ein Recht auf Trikot- und Bandenwerbung. Außerdem kann er einen Präsidenten namhaft machen und einen Vizepräsidenten vorschlagen.

Sportlich war die Saison für die Vienna sehr erfolgreich. Die Vienna wurde Meister der Regionalliga Ost, konnte aber wegen der Insolvenz nicht aufsteigen, sondern müsste laut ÖFB-Regulativ sogar absteigen. Um eine Spielklasse in die Wiener Stadtliga oder im schlechtesten Fall sogar in die letzte Klasse. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Vienna den Platz ihrer zweiten Mannschaft in der 2. Landesliga einnimmt. Gegen die Bestimmung, dass insolvente Vereine zwangsrelegiert werden, hat der Verein Klage eingereicht und beim Bezirksgericht Wien-Leopoldstadt eine einstweilige Verfügung bekommen.