Sport | Fußball
06.07.2017

Fußball-Transfers: Hier kaufen Europas Topvereine ein

Gerade wechseln wieder viele Spieler den Verein. Doch woher kommen die Neuverpflichtungen der Topklubs?

Gerade laufen die Vorbereitungen für die neue Saison. Viele Spieler wechseln dabei den Verein. Einige von ihnen zieht es dabei in ein völlig anderes Land, andere bleiben in der gleichen Liga. Die Kollegen von bwin haben sich ganz genau angeschaut, woher die Neuverpflichtungen in den letzten zehn Jahren kamen.

Die meisten Spieler aus der eigenen Liga kaufen die Italiener. In der Serie A wechseln zwei Drittel der Profis innerhalb der Liga. Rund ein Viertel kommt aus anderen Teilen Europas und die restlichen neun Prozent spielten bisher außerhalb Europas. Damit sind die Vereine der ersten italienischen Profiliga die Spitzenreiter, wenn es um ligainterne Transfers geht.

Das genaue Gegenteil sind die spanische La Liga, die deutsche Bundesliga und die englische Premier League. Hier wechseln nur rund 50 Prozent der Spieler innerhalb der Liga. In Spanien kommt sogar jeder achte Spieler von nichteuropäischen Vereinen. Die Engländer sind dagegen Spitzenreiter, wenn es um innereuropäische Transfers geht. Fast 45 Prozent der neuen Spieler waren vorher in anderen europäischen Ligen aktiv.

PSG kauft Europa leer

Bei den Vereinen mit den größten Transferausgaben sieht die Statistik schon wieder völlig anders aus. Allein Manchester City gab in den letzten zehn Jahren fast 1,3 Milliarden Euro für Neuverpflichtungen aus. Dabei bedienten sich die Himmelblauen fast zur Hälfte in den anderen vier Topligen und kauften zu einem Drittel Spieler aus der Premier League. Spitzenreiter bei Transfers aus anderen Ligen ist Paris Saint-Germain. Der französische Vizemeister der vergangenen Saison holte sich über 85 Prozent seiner Neuzugänge aus anderen Ländern.

Auch Real Madrid kauft gerne im Ausland ein. Ebenfalls 85 Prozent ihrer neuen Spieler waren vorher im Ausland aktiv, davon über 80 Prozent in einer anderen Topliga. Insgesamt gaben die Königlichen in den letzten 10 Jahren über eine Milliarde Euro für Transfers aus. Das genaue Gegenteil zu Real und City ist der amtierende italienische Meister Juventus Turin. Die Alte Dame verpflichtete über 70 Prozent der Spieler aus dem eigenen Land und gab insgesamt 786 Millionen Euro für Neuzugänge aus.

Die Tschechen sind nicht mehr in

Woher die Spieler in die Top-Ligen kommen, wurde auch untersucht. Während zwischen 2007 und 2012 genau 24 Spieler aus der türkischen Liga kamen, waren es zwischen 2012 und 2017 ganze 49 Profis. Noch stärker ist diese Entwicklung in der Ukraine zu sehen. Während es von 2007 bis 2012 nur neun Spieler in eine Top-Liga schafften, waren es in den letzten fünf Jahren ganze 30.

Einen starken Rückgang gab es in letzter Zeit mit Transfers aus Argentinien. Nur mehr 57 Spieler wechselten in den letzten fünf Jahren in eine Top-Liga. In den fünf Spielzeiten davor waren es 84. Prozentuell gesehen ist der Rückgang von aus der tschechischen Liga abgehenden Spielern am größten. Die Anzahl der Transfers in eine europäische Top-Liga ist von 28 auf 15 gesunken.

Manchester City und Udinese kaufen gerne Spanier

Doch wer kauft am liebsten Spieler aus bestimmten Ländern? Während Udinese Calcio in den letzten zehn Jahren 21 Spieler aus Spanien verpflichten konnte, waren es beim englischen FC Watford ganze 20 Profis aus Italien. Auch Manchester City kauft gerne in Spanien ein und verpflichtete von dort 18 Spieler. Atlético Madrid verpflichtet dagegen gerne Spieler aus Portugal. Ganze 16 Fußballer wechselten vom Land der amtierenden Europameister zu den Rojiblancos.