Rot eins, Grün null: Thun führt überraschend mit Genk die Gruppe an. Rapid lädt am 3. Oktober Kiew zum Verlierer-Duell in den Prater.

© AGENTUR DIENER /DIENER / Georg Diener

Ernüchterung
09/20/2013

Rapider Rückfall in alte Zeiten

Thun zeigt beim 0:1 Probleme bei den Hütteldorfern auf.

von Alexander Huber

Eigentlich lief es wie (fast) immer: Rapid zieht mit größtem Einsatz und beachtlichen Leistungen in die Europa League ein, verhindert damit den Finanzkollaps, schnauft durch – und enttäuscht in der Gruppenphase. Nicht einmal die ohnehin begrenzten Möglichkeiten wurden beim 0:1 in Thun abgerufen.

Die 1000 mitgereisten Fans sorgten beinahe für ein Heimspiel, es setzte aber die achte Niederlage in den vergangenen neun Europa-League-Auswärtsspielen. Fraglich, ob das interne Ziel von 40.000 Zuschauern beim Heimspiel gegen Kiew noch geschafft werden kann.

„Wir haben schon bewiesen, dass wir schnell lernen können. Es gibt noch fünf Spiele und Chancen“, sagte Trainer Zoran Barisic. Allerdings glich der Fehlstart einem Rückfall in alte Zeiten: Jahrelang gab es Probleme, wenn ein (keinesfalls übermächtiger) Gegner taktisch gut eingestellt geschickt verteidigt, die Räume eng macht und dann schnell kontert. Durch die variablere Spielidee von Barisic mit flinken und technisch beschlagenen Kickern schien diese Schwachstelle behoben. Thun bewies das Gegenteil.

Dass Rapid erst im Finish aufkam, wunderte auch die Schweizer Medien, die das Können der Gäste grundsätzlich infrage stellten. Lange erinnerte der Auftritt der Rapidler tatsächlich an „Denn sie wissen nicht, was sie thun“.

Schwache Routiniers

Ernüchtert musste in Thun auch der Präsidentschaftskandidat Erich Kirisits feststellen, dass die einzigen zwei Routiniers im Zentrum keine Hilfe waren. Steffen Hofmann und Branko Boskovic schienen mit der flotten Spielweise überfordert. Hofmann wirkte nach seinem 50. Europacup-Spiel geknickt. Seine schwache Performance auf dem von ihm nicht geschätzten Kunstrasen setzte dem 33-Jährigen zu. Noch schlechter schaute am Freitag Boskovic aus: „Ich hatte schon vor dem Spiel Husten“, erklärt der 33-Jährige, der am Samstag in der Liga gegen Ried wohl fehlen wird.

Zu Hause gegen die Rieder geht es auch darum, für bessere Stimmung bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Montag in der Stadthalle zu sorgen.

Rapid und der Europa-League-Auswärtsfluch

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.