Sport | Fußball
16.11.2017

Peru löst das letzte WM-Ticket, Topfeinteilung steht fest

Die Südamerikaner schalten Ozeanien-Vertreter Neuseeland aus. Die FIFA veröffentlichte die Einteilung für die Zeremonie in Moskau.

Als letzte Mannschaft hat sich Peru für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. Im Nationalstadion von Lima gewann das Team im letzten Play-Off-Spiel der WM-Qualifikation am Mittwochabend gegen den Ozeanien-Vertreter Neuseeland mit 2:0 und löste damit erstmals seit 36 Jahren ein WM-Ticket. Das Hinspiel war in Neuseelands Hauptstadt Wellington 0:0 ausgegangen.

Für die ohne den wegen Dopingverdachts gesperrten Kapitän Paolo Guerrero angetretenen Südamerikaner traf Jefferson Farfan in der 27. Minute zur Führung. Der ehemalige Schalke-Angreifer, nun bei Lok Moskau unter Vertrag, brach nach seinem Treffer mit dem Trikot von Guerrero in der Hand in Tränen aus. Christian Ramos beseitigte in der 65. Minute nach einem Eckball dann alle Zweifel.

"Ein Traum wird wahr, nun ist es Zeit, zu feiern", sagte Flügelspieler Christian Cueva. Der Profi vom FC Sao Paulo war an beiden Treffern beteiligt. Seit zehn Spielen ist Peru nun ungeschlagen. "Mission erfüllt, Danke schön", sagte Teamchef Ricardo Gareca. Der ehemalige argentinische Teamstürmer hatte die WM 1986 - als seine Heimat den Titel holte - verpasst. Nun hat es der 59-Jährige mit dem Spitznamen "Der Tiger" doch noch zum Weltturnier geschafft.

Lostöpfe

Die acht WM-Vorrundengruppen der 32 Mannschaften werden am 1. Dezember ausgelost. Die Lostöpfe stehen nun auch schon fest. Die WM-Starter wurden gemäß ihren Weltranglistenplatzierungen vom Oktober den vier Töpfen zugeteilt.

Gastgeber Russland ist wie Weltmeister Deutschland im ersten Topf, in dem sich auch Rekordchampion Brasilien, Europameister Portugal, Vizeweltmeister Argentinien, Belgien, Polen und Vizeeuropameister Frankreich befinden. Topf zwei wird von Spanien angeführt und umfasst auch England, die Schweiz, Uruguay oder Peru.

In der WM-Gruppenphase können nur maximal zwei Teams aus Europa aufeinandertreffen. Aus den anderen Konföderationen können die jeweiligen Teams nicht in eine Gruppe gelost werden.

Die Topfeinteilung:

Topf 1: Russland (Gastgeber), Deutschland (Weltranglistenplatz 1), Brasilien (2), Portugal (3), Argentinien (4), Belgien (5), Polen (6), Frankreich (7)

Topf 2: Spanien (8), Peru (10), Schweiz (11), England (12), Kolumbien (13), Mexiko (16), Uruguay (17), Kroatien (18)

Topf 3: Dänemark (19), Island (21), Costa Rica (22), Schweden (25), Tunesien (28), Ägypten (30), Senegal (32), Iran (34)

Topf 4: Serbien (38), Nigeria (41), Australien (43), Japan (44), Marokko (48), Panama (49), Südkorea (62), Saudi-Arabien (63)