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20.11.2017

Legionärs-Check: Nur Burgstaller war treffsicher

Der Stürmer verhilft dem FC Schalke mit seinem vierten Saisontreffer zur Eroberung des zweiten Tabellenplatzes.

Österreichs Fußball-Legionäre haben ein recht torarmes Wochenende hinter sich. Aus dem aktuellen Teamkader konnte lediglich Guido Burgstaller sein Torkonto aufstocken. Hinzu kommt ein Treffer von Lukas Hinterseer, der zuletzt nicht einberufen wurde, in der 2. deutschen Liga. Doch gehen wir mal der Reihe nach.

DEUTSCHE BUNDESLIGA:

Guido Burgstaller traf beim 2:0-Heimerfolg von Schalke 04 gegen den Hamburger SV in der 77. Minute zum Endstand. Es war das vierte Saisontor des Kärntners, der mit seiner Mannschaft den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz schaffte. Zu einem Kurzeinsatz kam auch sein Teamkollege Alessandro Schöpf, der in der 87. Minute eingetauscht wurde.

Am Sonntag kamen drei weitere Österreicher zum Einsatz. Werder Bremen gelang mit dem 4:0-Heimerfolg gegen Aufsteiger Hannover der ersehnte Befreiungsschlag - der erste Sieg in dieser Saison. Zlatko Junuzovic spielte bis zur 82. Minute, Florian Kainz wurde erst in der 88. Minute eingewechselt. Bei den Gästen war Martin Harnik bis zur 74. Minute im Einsatz, vergab eine Riesengelegenheit zum frühen Ausgleich.

Einen Sieg durfte an diesem Wochenende auch David Alaba feiern. Der zuletzt angeschlagene 25-Jährige wurde beim 3:0-Hieimsieg seiner Bayern in der 74. Minute eingewechselt. Auf der Gegenseite spielten Kevin Danso und Michael Gregoritsch durch. Danso hatte nach einer halben Stunde die erste und beste Torgelegenheit seiner Mannschaft, brachte beim Kopfball aber keinen Druck hinter den Ball. Gregoritsch "absolvierte ein hohes Laufpensum, Torgefahr strahlte er allerdings kaum aus", schrieb die Augsburger Allgemeine.

Mit einem Remis mussten sich Stefan Posch und Florian Grillitsch zufrieden geben. Hoffenheim kam daheim gegen die Frankfurter Eintracht nicht über ein 1:1 hinaus. Beide Österreicher spielten durch. Posch "erlief sich einige Bälle, war auch wegen des ein oder anderen Fehlpasses nicht so stabil wie zuletzt" (Bild-Zeitung), Gregoritsch "wurde immer besser und aggressiver, hatte dann auch etliche Balleroberungen", urteilte die Bild. Auch Leipzig spielte unentschieden. Beim 2:2 in Leverkusen spielte einzig Marcel Sabitzer durch, holte auch den Elfmeter, den Timo Werner zur 1:0-Führung verwandelte, heraus. Julian Baumgartlinger (Leverkusen) und Konrad Laimer (Leipzig) saßen nur auf der Bank.

Für Valentino Lazaro und seine Berliner gab es gegen Mönchengladbach eine Niederlage. Beim 2:4 vor dem eigenen Publikum wurde der Ex-Salzburger in der 61. Minute eingewechselt.

2. DEUTSCHE LIGA:

Lukas Hinterseer erzielte am Samstag seinen dritten Saisontreffer in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Der 26-jährige Stürmer traf beim 1:1-Heimremis des VfL Bochum gegen die SpVgg Greuther Fürth in der 17. Minute nach einem Freistoß per Kopf zum Ausgleich. Bei Fürth wurde Lukas Gugganig zur Pause eingetauscht.

Im Aufstiegsrennen gab es für den 1. FC Union Berlin einen Rückschlag, beim FC Heidenheim setzte es eine knappe 3:4-Niederlage. Christopher Trimmel fehlte bei den Berlinern wegen einer Gelbsperre, Philipp Hosiner konnte sich nach seiner Einwechslung in der 67. Minute nicht entscheidend in Szene setzen. Jubeln durfte dafür der Ex-Altacher Nikola Dovedan, der bei den Siegern ab der 77. Minute zum Zug kam. Berlin ist mit 25 Punkten Dritter, unmittelbar vor dem 1. FC Nürnberg (23), der zu Hause im Schlager der Runde gegen Tabellenführer Holstein Kiel (30) 2:2 spielte. Bei den Nürnbergern gab der zuletzt krank gewesene Georg Margreitter sein Comeback.

PREMIER LEAGUE:

Wenig Grund zur Freude gab es für die Österreicher in der englischen Spitzenliga. Marko Arnautovic verletzte sich beim Gastspiel in Watford am Daumen, zuvor hatte er bei einer doppelten Torchance ebenso wenig Glück. Bei den siegreichen Gastgebern kam Sebastian Prödl nicht zum Einsatz.

Weiter nur ein Bankdrücker ist Aleksandar Dragovic. Das 0:2 gegen Tabellenführer Manchester City sah der ÖFB-Verteidiger von der Seitenlinie aus. Sein Landsmann Christian Fuchs durfte hingegen durchspielen.

SCHWEIZER SUPER LEAGUE:

Die Young Boys Bern wahrten ihren Sieben-Punkte-Polster auf Verfolger Basel auch nach der 15. Runde. Der Tabellenführer setzte sich zu Hause gegen den FC Zürich 2:1 durch und blieb zum vierten Mal nacheinander ungeschlagen. Dabei wirkte Thorsten Schick nicht mit, er wurde von Trainer Adi Hütter nicht eingetauscht.

Ebenfalls ein Erfolgserlebnis gab es für die ÖFB-Legionäre Heinz Lindner und Marco Djuricin. Mit Grasshoppers Zürich gab es einen 2:0-Heimsieg gegen den FC Thun. Lindner hielt sein Tor sauber, Djuricin war bis zur 58. Minute im Einsatz.