Sport | Fußball
30.03.2017

FIFA empfiehlt: 16 statt 13 WM-Startplätze für Europa

Der Vorschlag des Ratsausschusses wird dem FIFA-Rat bei dessen nächster Sitzung im Mai zur Genehmigung vorgelegt.

Der Weltfußballverband FIFA hat am Donnerstag seine Empfehlung für die Verteilung der Startplätze bei künftigen 48-Nationen-Weltmeisterschaften präsentiert. Demnach würde Europa 16 Plätze erhalten und damit drei mehr als bisher. Ozeanien würde außerdem einen Fixplatz erhalten. Der Vorschlag des Ratsausschusses wird dem FIFA-Rat bei dessen nächster Sitzung im Mai zur Genehmigung vorgelegt.

Neun WM-Tickets gehen demnach an Afrika, Asien bekommt acht, Südamerika und die CONCACAF-Zone (Nord-, Mittelamerika, Karibik) je sechs. Zwei Startplätze würden in einem Sechs-Nationen-Turnier im Land des WM-Gastgebers ausgespielt werden. Dabei soll jede Konföderation außer der UEFA einen Starter stellen, den sechsten Teilnehmer stellt der Kontinentalverband des Gastgebers. Der WM-Veranstalter selbst wird einen Quotenplatz seiner Föderation belegen.

Die FIFA hatte im Jänner beschlossen, Weltmeisterschaften ab 2026 mit 48 statt wie bisher 32 Mannschaften auszutragen. Die UEFA hatte drei zusätzliche Startplätze gefordert.

Der FIFA-Ratsausschuss besteht aus FIFA-Präsident Gianni Infantino und den sechs Präsidenten der Konföderationen. Der Rat des Weltverbands tagt am 9. Mai in Manama/Bahrain.

Die bisherige und künftig geplante Verteilung der WM-Startplätze nach Konföderationen:

Konföderation WM-Teilnehmer bisher künftig (geplant)
Afrika 5 9
Asien 4,5 8
Europa 13 16
Nord-/Mittelamerika 3,5 6
Ozeanien 0,5 1
Südamerika 4,5 6
Gastgeber 1 gesetzt (sein Platz wird aus dem Kontingent der jeweiligen Konföderation genommen)
Playoff-Turnier - 2

Hinweise: Teams aus Asien und Nord-/Mittelamerika sowie Ozeanien und Südamerika ermitteln in transkontinentalen Playoffs derzeit je einen WM-Teilnehmer. Für die WM 2026 sollen in einem Playoff-Turnier zwei weitere Teilnehmer ermittelt werden. An diesem Turnier, das im WM-Gastgeberland stattfinden soll, nehmen alle Konföderationen mit Ausnahme der UEFA teil.