Sturm kam in Wolfsberg zu einem verdienten Sieg.

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Bundesliga
08/12/2015

Verfolger Sturm ist für Rapid gerüstet

Die Steirer gewinnen in Wolfsberg, sind noch unbesiegt und seit Mittwochabend neuer Zweiter.

Manchmal erhalten Spiele die Bezeichnung Derby – und keiner weiß, warum. Wie die Partie Wolfsberg gegen Sturm. Zwei Teams, die durch 77,8 Kilometer voneinander getrennt sind und obendrein aus verschiedenen Bundesländern kommen. Da sie ein Passübergang trennt, nennt man dieses Duell halt Pack-Derby. Ungleich war das Kräfteverhältnis im Spiel, Sturm siegte verdient 2:0.

Die Kärntner hatten den besseren Beginn, trotzdem traf Sturm zur Führung. Aus einem Getümmel brachte Potzmann den Ball irgendwie zur Mitte, und der Kroate Josip Tadic durfte bereits seinen dritten Saisontreffer erzielen. Nur sechs Minuten später jubelten die Steirer erneut: Hadzic bediente den Deutschen Donis Avdijaj, der 18-Jährige traf schlau ins kurze, linke Eck.

Der WAC hätte es spannend machen können, tat es aber nicht. Weil Stürmer Silvio drei Meter vor dem leeren Tor nicht in dasselbe traf. Sturm war dennoch die bessere Mannschaft, der überragende Avdijaj verfehlte elf Minuten vor dem Pausenpfiff nur knapp das Tor. Tadic marschierte allein auf das Tor, scheiterte aber an Tormann Kofler. Die Kärntner waren nun eher konfus, Sturm kontrollierte in allen Formationen dieses Pack-Derby. Ein Schuss von Seidl, das war’s bis zum für die Kärntner erlösenden Pausenpfiff von Schiedsrichter Jäger.

Schlagabtausch

Einen Schlagabtausch gab es nach Seitenwechsel, da sich auch die Gastgeber steigerten. Avdijaj prüfte erneut Kofler, auf der anderen Seite köpfelt Sollbauer drüber. Der WAC versuchte nun, mehr Druck zu machen, Sturm tat Selbiges. Spielvorteile hatte in dieser Phase keine Mannschaft, aber auch keine Topchancen. Auch Kamavuakas Kopfball verdiente sich dieses Prädikat nicht. Sturm begann wieder zu dominieren, bei den Gastgebern funktionierte nur noch die Abseitsfalle. Ein Treffer von Avdijaj zählte deshalb auch zurecht nicht. Die beste Chance der Kärntner vergab Seidl, der Esser mit einem starken Schuss prüfte. Der WAC hatte auch Personalpech – der eingewechselte Trdina musste verletzungsbedingt gleich wieder raus.

Damit ist eines klar: Am Sonntag kommt es in Graz zum Spitzenspiel Zweiter gegen Erster, Sturm empfängt Rapid. Das Spiel in der UPC-Arena sollte auf jeden Fall ausverkauft sein.

WAC - Sturm 0:2 (0:2)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 5.600 Zuschauer, SR Jäger

Tore:
0:1 (14.) Tadic
0:2 (20.) Avdijaj

WAC: A. Kofler - Standfest, Sollbauer, Hüttenbrenner, Palla - Tschernegg, Putsche - Zündel, Seidl, Jacobo (57. Wernitznig) - Silvio (62. Trdina/70. Zulj)

Sturm: Esser - Ehrenreich, Madl, Kamavuaka, Potzmann - Piesinger, Hadzic - Schick (93. Gruber), Avdijaj (81. Offenbacher), Dobras - Tadic (69. Kienast)

Gelbe Karten: Putsche bzw. Ehrenreich, Kamavuaka