Gleichauf: Admiraner und Austrianer neutralisierten einander.

© Georg Diener Agentur Diener/DIENER / Alex Domanski

Bundesliga
03/14/2015

Nur ein Punkt für die Austria in der Südstadt

Eine erschreckend schwache Wiener Austria kommt bei der Admira nicht über ein 1:1 hinaus.

von Alexander Strecha

Wetten, dass sich am Samstag um punkt 16 Uhr mehr Menschen in der Shopping City Süd befanden als in der Südstadt, pardon BSFZ-Arena, als die Partie Admira gegen Austria angepfiffen wurde? Das Duell zwischen dem Letzten und dem Sechsten wollten 3970 Zuschauer nicht versäumen. Sie hätten doch besser nebenan shoppen gehen sollen. Denn das Dargebotene war grausam, auch wenn der holprige Boden nicht zum Kombinieren einlud. Erst im Finish wurde es spannend.

Die Austria, nach dem Derby-Sieg laut Eigendefinition mit einer breiten Brust ausgestattet, agierte, als hätte es diesen Sieg über Rapid nie gegeben. Die Veilchen präsentierten sich harmlos in der Offensive, verunsichert, leblos und ideenlos im gesamten Spielaufbau. Wieder einmal folgte bei Violett auf ein Hoch ein Tief in der Leistung. Der größte Aufreger war ein Foul von Admira-Goalie Kuttin an Holzhauser. Es hätte Elfer geben müssen.

Schiri-Wechsel

Das Schlusslicht Admira spielte im Rahmen der eigenen Möglichkeiten passabel und engagiert, fand mit guten Fernschüssen mehr gar Möglichkeiten als die Austria vor. Die zweite Hälfte leitete Harkam, bis dahin der vierte Offizielle, weil Referee Muckenhammer sich an der Wade verletzt hatte. Am Spiel änderte das nicht viel. Immerhin, die Austria hatte durch Royer und Kvasina jeweils per Kopf zwei gute Chancen.

Wenigstens die Schlussphase erhöhte bei den Fans den Pulsschlag. Acht Minuten vor dem Ende durften die Violetten jubeln, als Kapitän Markus Suttner per Freistoß zum 1:0 traf. Die Freude währte nicht lange, Katzer bestrafte eine Unsicherheit in der Austria-Defensive mit dem 1:1 (85.).

Die Admira verdiente sich den im Abstiegskampf so wichtigen Punkt, die Austria-Fans forderten wieder den Rauswurf von Trainer Gerald Baumgartner.

Admira - Austria 1:1 (0:0)

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 3.970 Zuschauer, SR Muckenhammer (46. Harkam)

Tore:
0:1 (82.) Suttner (Freistoß)
1:1 (85.) Katzer

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Schößwendter, Katzer, Ebner - Windbichler, Lackner (74. Grozurek) - B. Sulimani (83. Bajrami), Kerschbaumer, Auer (84. R. Schicker) - Ouedraogo

Austria: Lindner - De Paula, Sikov, Rotpuller, Suttner - M. Leitgeb (68. Mader) - Meilinger, Kvasina, Holzhauser, Royer - Zulechner (76. Horvath)

Gelbe Karten: Ebner, Katzer bzw. M. Leitgeb, Horvath, Rotpuller

Ergebnisse, Tabelle, Torschützen

Lindner: "Es war das erwartet schwere Spiel"

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Ich bin mit der Leistung zufrieden, aber über das Ergebnis enttäuscht, denn wir hatten den Fokus auf drei Punkte. Wir haben viel investiert, aber leider haben wir keinen Knipser. Wir haben heroisch gekämpft und hatten vor allem vor der Pause unsere Chancen, doch am Ende ist es wieder nur ein Remis geworden. Bis auf die Salzburg-Partie hätten wir alle Frühjahrs-Partien gewinnen können."

Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Das Ergebnis ist sehr ärgerlich, denn beim Ausgleich war Schicker abseits. Außerdem ist uns vor der Pause ein Elfer vorenthalten worden. Aber im Moment ist für uns eben nicht mehr drinnen. Wir haben viele Verletzte, dazu mussten wir auch noch gesperrte Spieler vorgeben. Die Admira kämpft ums Überleben, war in der ersten Hälfte besonders kompakt und aggressiv. Ich bin nur zufrieden mit unserer Leistung in der zweiten Hälfte. Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, dass wir anders auftreten, das haben wir auch geschafft. Ärgerlich ist, dass wir den Vorsprung nicht über die Zeit gebracht haben."

Heinz Lindner (Austria-Tormann): "Es war das erwartet schwere Spiel. In der ersten Hälfte war es von beiden nicht das Gelbe vom Ei. In der Pause haben wir uns vorgenommen, aktiver zu werden, das ist uns dann auch gelungen. Wir sind dann verdient in Führung gegangen, haben es aber wieder nicht geschafft, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, und ein dummes Tor bekommen."

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