Kaum zu stoppen: Lukas Denner (Mi.) war Grödigs Matchwinner.

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Bundesliga
08/29/2015

Grödig beendet Rieds kurze Euphorie

Bei drei Treffern hat Lukas Denner gegen einen harmlosen Gegner seine Beine im Spiel.

Ganz anders auftreten, aus der Krise schreiten und die nötigen Punkte gegen die Tabellennachbarn machen. So in etwa hat sich Trainer Paul Gludovatz die neue Rieder Richtung vorgestellt. Ein optimistischer Ansatz, der nach seinem Debüt in der Vorwoche gegen Sturm Graz (1:0) irgendwie berechtigt zu sein schien.

Aber was geschah am Samstag in Grödig? Nicht einmal 20 Minuten waren gespielt und die Rieder lagen zurück. Und zwar klar. 2:0 für Grödig, 2:0 für die geistig und körperlich beweglichere Elf.

Wieder einmal war die Abwehr der Rieder nicht im Bilde. Die Krankheit, die schon unter Trainer Helgi Kolvidsson für eine akute Punktearmut gesorgt hatte. Grödigs Denner wird von der Rieder Defensive bereitwillig mit dem Ball versorgt, Derflinger hat plötzlich Platz und Zeit genug, um mit einem Flachschuss Torhüter Gebauer zu bezwingen (7.). Erster Torschuss, erstes Tor .

Die Mannschaft von Trainer Peter Schöttel bleibt aktiver und effizient. Denn es dauert keine 20 Minuten bis die Salzburger für klare Verhältnisse sorgen. Derflinger leitet die Kombination zwischen Denner und Venuto ein. Letzterer erhöht auf 2:0.

Glück zudem für die Rieder, dass im Strafraum ein Foul von Gebauer an Wallner nicht geahndet wird.

Grödig scheint das Spiel fest im Griff zu haben, die Rieder tasten sich nur gemächlich in Richtung gegnerisches Tor. Und Grödigs Defensivabteilung scheint schon mit den Gedanken in der Kabine als Elsneg aus der Drehung kurz vor dem Pausenpfiff das 2:1 gelingt.

Neue Halbzeit, neues Glück. Ried wird energischer, doch auf der Gegenseite vergibt Wallner zwei Mal die Vorentscheidung. Dafür gefällt sich Denner als Vorbereiter. In der 72. Minute bedient er Gschweidl – 3:1. In der Nachspielzeit fabriziert Reifeltshammer ein Eigentor.

Grödig - Ried 4:1 (2:1)

Grödig, DAS.GOLDBERG-Stadion, 1.454, SR Kolleger

Tore:
1:0 ( 7.) Derflinger
2:0 (20.) Venuto
2:1 (45.+4) Elsneg
3:1 (72.) Gschweidl
4:1 (90.+2) Reifeltshammer (Eigentor)

Grödig: Schlager -T. Kainz, Maak, Strauss, Strobl- Brauer, Rasner - Venuto, Derflinger (46. Djuric), Denner (77. Itter) - Wallner (64. Gschweidl)

Ried: Gebauer - Reifeltshammer, Trauner, Filipovic - Janeczek (34. Antonitsch), Ziegl, Prada- Elsneg, Kragl (64. Sikorski), Möschl (54. Streker) - Gavilan

Gelbe Karten: Brauer, Strauss bzw. Prada, Streker, Gavilan, Antonitsch

Gludovatz: "Fortschritt kann nicht von heute auf morgen passieren"

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben Gott sie Dank gleich ein Tor erzielt. In dieser Phase haben wir aber vier bis fünf gute Chancen ausgelassen. Es ist ärgerlich, dass wir uns wieder ein Gegentor eingefangen haben. Nach der Pause haben wir dann um den Ausgleich gebettelt. Wir haben aber schon in der Kabine das Gefühl gehabt, die bessere Mannschaft zu sein. Sicher war ich mir aber erst nach dem 4:1. Wir haben uns durch die unnötigen Niederlagen zuletzt selbst aus der Form gebracht. Diesmal haben wir uns aber endlich einmal einen Vorsprung nicht wegnehmen lassen."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Aufbruchsstimmung nach dem glücklichen Sieg gegen Sturm hat es nur bei den Fans gegeben. Wir haben heute zwei völlig verschiedene Mannschaften gesehen. Die Grödiger haben gut kombiniert, schnell gespielt und bis zum Schluss gekämpft. Auf der anderen Seite standen wir mit unseren großen Problemen. Das Resultat ist am Ende klar und verdient. Gratulation an den Gegner. Wir hatten nur den Willen, das war unser einziger Hoffnungsschimmer. Im Endeffekt bin ich froh, dass wir nicht noch das eine oder andere Tor kassiert haben. Beim 3:1 habe ich schon gewusst, dass wir das Spiel nicht mehr hoch gewinnen werden. Wenn meine Spieler in der Abwehr solche Fehler begehen brodelt es in mir. Ich habe die ersten Trainingseinheiten bewusst schärfer und direkter im Ton gehalten , aber der Fortschritt kann nicht von heute auf morgen passieren. Viele haben nicht wahrhaben wollen, dass ich kein Messias bin und dass der Wunderwuzzi nicht wirkt."

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