Janko freut sich auf ein Wiedersehen mit den Teamkollegen.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Australien-Legionär
08/31/2014

Janko: "Fühle mich bereit, der Mannschaft zu helfen"

Der neue Sydney-Stürmer geht auf die lange Reise zum ÖFB-Team mit viel Zuversicht.

Marc Janko nimmt für seinen Traum von der Fußball-EM 2016 in Frankreich einige Strapazen auf sich. Der Australien-Legionär stieg am Sonntag in Sydney in den Flieger. Montagmittag wird der 31-jährige Stürmer in Wien erwartet. Dort bereitet sich das ÖFB-Team eine Woche lang auf den Auftakt der EM-Qualifikation am 8. September gegen Schweden vor.

Janko steht bei seinem neuen Klub Sydney FC seit nicht ganz zwei Wochen im Mannschaftstraining. Seine ersten Testspieleinsätze im Trainingslager an der australischen Ostküste sind positiv verlaufen, am Samstag erzielte er sein erstes Tor. Daher ist der Goalgetter auch für das Nationalteam zuversichtlich. "Ich fühle mich bereit, der Mannschaft zu helfen, wenn sie mich braucht", versicherte Janko.

Alleine die "Bereitschaft, durch die Weltgeschichte zu fliegen" zeige, wie wichtig ihm das Nationalteam ist. Das habe er auch bei den Vertragsverhandlungen mit seinem neuen Arbeitgeber klargemacht. "Ich habe mich bewusst dafür entschieden. Ein Großereignis würde mir in meiner Karriere sehr viel bedeuten. Ich glaube, wir haben realistische Chancen", sagte Janko. "Ich möchte mithelfen, das als aktiver Teil der Mannschaft zu erreichen."

Mit Teamchef Marcel Koller bestehe auch aus der Ferne reger Kontakt. "Ich bin froh, weiter Teil seiner Überlegungen zu sein", betonte der Niederösterreicher. Neben Janko hat Koller zwei weitere Stürmer in den Kader berufen - Salzburgs Marcel Sabitzer und Team-Rückkehrer Rubin Okotie. Leid ist es Janko vor allem um seinen diesmal nicht nominierten Zimmerkollegen Andreas Ivanschitz.

Auf Janko, der in den ersten Tagen des Camps ein reduziertes Programm absolvieren dürfte, wartet daher diese Woche ein Einzelzimmer - wegen der Zeitumstellung sicher kein Nachteil. Um diese besser zu verkraften, hat sich der 40-fache Internationale Tipps von Kollegen geholt. "Es ist wichtig, dass man sich nicht zu viel beschwert und Ausreden sucht, sondern die Situation im Kopf annimmt", erklärte Janko. "Der Geist steuert den Körper."

Zlatan im Fokus

An Schweden hat der Angreifer gute Erinnerungen. Beim 2:1-Heimsieg im Juli 2013 traf Janko per Kopf. "Gegen Schweden waren es bisher immer Spiele auf Augenhöhe", meinte der mit 17 Länderspieltoren aktuell beste ÖFB-Torschütze. Das Hauptaugenmerk gelte natürlich Zlatan Ibrahimovic. Dieser habe den Österreichern bereits in der vergangenen WM-Qualifikation "zweimal sehr wehgetan".

Auch Janko geht davon aus, dass der Stürmer von Paris St. Germain trotz seiner Bauchmuskelverletzung in einer Woche im Ernst-Happel-Stadion spielen kann. "Ibrahimovic ist bei ihnen das Um und Auf. Wenn er nicht dabei ist, hätte das schon sehr große Auswirkungen auf die Mannschaft. Der Ausfall würde sie schmerzen. Sie haben viele gute Spieler, aber er hat diese Extraklasse."

Nur auf den großen Star der Schweden dürfe man sich dennoch nicht konzentrieren. "Wir haben ein schwieriges Spiel vor der Brust", erklärte Janko. Ein guter Start in die Quali sei wichtig - auch, um die aktuelle Aufbruchstimmung rund um das ÖFB-Team zu bewahren. "Wenn wir das Spiel gewinnen, haben wir die Quali aber noch nicht sicher. Und wenn wir verlieren, dürfen wir den Kopf auch nicht in den Sand stecken."

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