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Sport Fußball
09/19/2012

Fragen und Antworten zu Rapids Geisterspiel

Die Hütteldorfer empfangen am Donnerstag Rosenborg im weiten Prater-Oval ohne Zuschauer.

von Alexander Huber

Es wird kalt, skurril und wohl auch nicht förderlich für das Spielniveau sein: Rapid empfängt morgen zum Auftakt der Europa League Rosenborg Trondheim (21.05 Uhr/live ORFeins, Sky) im weiten Prater-Oval ohne Zuschauer. Alle Fragen und Antworten zum Geisterspiel:

Wer darf am Donnerstag ins Happel-Stadion?
Je 75 Personen aus dem Kreis von Spielern, Funktionären und Sponsoren durften die Klubs auf die UEFA-Liste setzen. Rapid entschied, neben den Spielern, die nicht im Kader stehen, Klub-Legenden (z.B. Herzog, Hickersberger, Weber, Hasil, Flögel, Dokupil und Feurer) einzuladen. Außerdem kommt Teamchef Koller. Bei den angemeldeten Journalisten überprüft die UEFA die Arbeitgeber – und zwar nicht das Medienreferat, sondern die strenge Disziplinarkammer.

Wie groß ist die Delegation von Rosenborg?
Den Norwegern stehen 200 VIP-Karten zu, Rosenborg verzichtet aber darauf und reist nur mit dem Team und den Funktionären an.

Warum veranstaltet Rapid ein Public Viewing im Hanappi-Stadion?
Die UEFA hat ein Public Viewing vor dem Happel-Stadion untersagt. Ab 20 Uhr lädt Rapid nach Hütteldorf, die Gastronomie wird geöffnet und eine dritte, große Video-Wall auf der Osttribüne aufgebaut. Gerätselt wird, wie viele Fans kommen. Die Rechte-Inhaber UEFA, ORF und Sky ermöglichten die Übertragung.

Versammeln sich Rapidler vor dem Happel-Stadion?
Es wurde in der aktiven Fanszene geplant und über Facebook beworben. Da die UEFA wie bei der EURO im Prater eine Sperrzone (auf Kosten von Rapid) rund um das Stadion errichten lässt, würde die Mannschaft auf dem Feld von der verbalen Unterstützung der Fans aber nichts mitbekommen.

Haben Ausschreitungen vor dem Stadion Folgen?
Definitiv. Ein bengalisches Feuer könnte für Rapid schon den angedrohten Europacup-Ausschluss für ein Jahr bedeuten. Im Schreiben der UEFA, die im Ausrichten von Geisterspielen erfahren ist, heißt es: „Rapid ist dafür verantwortlich, die Fans vom Stadion fernzuhalten. Der UEFA-Matchdelegierte wird jeden Zwischenfall melden.“

Ist es das erste Geisterspiel von Rapid im Europacup?
Offiziell schon. Allerdings verirrten sich im November 1971 beim 0:1 im UEFA-Cup-Achtelfinale gegen Juventus (!) nur 623 Fans in das Praterstadion. Bei Winterwetter wurde die TV-Übertragung vorgezogen.

Wie bereitet sich Rapid auf das Geisterspiel vor?
Bereits am Dienstag wurde als Einstimmung im leeren Stadion trainiert. "Es wird schrecklich, aber Rapid hat einen Vorteil", sagt Ragnvald Soma, der 2011 beim Geisterspiel gegen die Admira (2:0) für Rapid verteidigte: "Rosenborg kennt keine Geisterspiele, weil es in Norwegen keine Fan-Ausschreitungen gibt."

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