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12.12.2011

Foda nur bis Sommer Sturm-Trainer

Meister und Meister-Trainer haben sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen können.

Eigentlich ein traumhaftes Wochenende. Nach dem 5:1-Erfolg über die Austria herrschte Feierstimmung im Hause Sturm Graz. Roman Kienast und Darko Bodul waren die Stars bei der Saturday-Night-Show. Die beiden Sturm-Stürmer waren für die Tore beim fulminanten 5:1-Sieg über die Wiener verantwortlich.

24 Stunden später herrscht Katerstimmung, keiner spricht mehr über die erfolgreichen Herren auf dem Platz, sondern über Trainer Franco Foda. Der Deutsche, der im Verlauf des Herbstes auch bei deutschen Bundesligisten auf dem Wunschzettel gestanden sein soll, wird seinen Vertrag nicht vorzeitig verlängern. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bin ich ab 31. Mai 2012 nicht mehr Sturm-Trainer", sagt Foda.

Ein Konflikt ist damit vorprogrammiert, weil die Beweggründe des Trainers Kopfschütteln auslösen. "Wir waren uns mündlich bereits seit zwei Monaten einig, am Montag hätte ich den Vertrag unterschreiben sollen“, sagt der 45-Jährige, der seit 2006 die Grazer coacht. Und dann? "Alles war fix, dann wurden seitens des Vorstandes plötzlich Vertragspunkte abgeändert. Da konnte ich nicht mehr zustimmen."

"Betrübliche Entscheidung"

Stimmt so nicht, meint wiederum Präsident Gerald Stockenhuber. Eine Ausstiegsklausel war schuld. "Foda wollte eine zusätzliche Forderung in Zusammenhang mit der Möglichkeit, jederzeit aus dem neuen Kontrakt aussteigen zu können."

Für Stockenhuber kamen also die grundlegenden, kurzfristigen Änderungen von seinem Trainer. Bis Saisonende wird Foda, der Sturm 2010 zum Cupsieg und ein Jahr später zum Meistertitel geführt hat, noch coachen. "Er ist ein Ehrenmann und wird seinen Vertrag erfüllen", sagt Stockenhuber.

Und dann? Foda galt als starker Mann in Graz, war unter anderem auch für Transfers verantwortlich. "Der Verein ist gut aufgestellt. Hölzl hat seinen Vertrag gerade verlängert, jetzt hat der Verein die Chance, die Option auf weitere Spieler zu ziehen", erklärt Foda.

Kuschelkurs also? Spannung abseits des Fußballplatzes ist jedenfalls garantiert.

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