Der Schweizer Gianni Infantino ist der ÖFB-Favorit bei der FIFA-Präsidentenwahl.

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Fußball
02/23/2016

FIFA-Wahl: Windtner setzt auf Infantino

Der ÖFB-Präsident wünscht sich den Schweizer als neuen Präsidenten des Weltverbandes.

Kurz vor der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten betonte Österreichs Verbandschef Leo Windtner noch einmal seine Unterstützung für Gianni Infantino. Zwar gilt der Schweizer am Freitag bei der Abstimmung im Rahmen des FIFA-Kongresses in Zürich nicht als Topfavorit, dennoch spekuliert Windtner mit einem Erfolg des derzeitigen UEFA-Generalsekretärs.

"Ich rechne mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und Scheich Salman al Khalifa", sagte der Oberösterreicher. Infantino als Weltverbands-Chef wäre ein Gewinn für den Weltfußball. "Er hat als UEFA-Generalsekretär jene Professionalität und Verlässlichkeit gezeigt, die es braucht, um an der Spitze der FIFA Reformen durchzusetzen."

Einheit als Voraussetzung

Basis für einen Sieg Infantinos wäre ein geschlossenes Wahlverhalten der europäischen Verbände in der geheimen Abstimmung. Allerdings war es bei vergangenen FIFA-Kongressen um Europas Einheit nicht immer gut bestellt. "Ich bin zuversichtlich, dass diesmal die Geschlossenheit der UEFA gegeben sein wird", erklärte Windtner.

Über Scheich Al Khalifa meinte Windtner: "Er ist sicher ein absoluter Fußball-Fachmann, es wird ihm allerdings das Odium von Menschenrechtsverletzungen angeheftet."

Ob dies Auswirkungen auf die Wahl haben könnte, wagte der 65-Jährige nicht zu prophezeien. „Das ist schwer zu sagen, aber es wird sicher Nationen geben, die dieses Thema als schwerwiegend empfinden, zumal ja gerade Respekt, Toleranz und Achtung der Menschenrechte klare Inhalte der FIFA-Charta sind“, betonte Windtner, der mit ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig und dem Vorarlberger Landeschef Horst Lumper am FIFA-Kongress teilnimmt.

Kurioser Vorschlag

Der Jordanier Prinz Ali bin al-Hussein macht sich für eine Verschiebung der FIFA-Präsidenten-Wahl stark. Die Wahl soll am Freitag in Zürich über die Bühne gehen. Der Kandidat für das höchste Amt im Weltverband wandte sich mit seinem Anliegen an den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Prinz Ali hatte sich für durchsichtige Wahlkabinen ausgesprochen, war mit diesem Vorschlag aber bei der FIFA abgeblitzt. Neben dem Jordanier treten auch noch UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino, der favorisierte Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa, Jerome Champagne und Tokyo Sexwale an.

Im ersten Wahlgang benötigt der Sieger, der die Nachfolge des für acht Jahre gesperrten Joseph Blatter antritt, zwei Drittel der Stimmen. In der Folge genügt die absolute Mehrheit.

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