Fehlerparade der Bundesliga-Goalies

Fußball-Sünder: Rieds Thomas Gebauer
Foto: apa

Torhüter im Pech: Dieses Wochenende war für die Herren Borenitsch, Berger, Gebauer und Payer zum Vergessen.

Die vierte Runde war ganz sicher nicht jene der Tormänner.

Bei der Partie Admira gegen Mattersburg fielen drei Treffer - bei allen dreien sahen die Torleute alles andere als gut aus. In Graz nahm Rapid-Goalie Payer mit seinem Fehler beim Schuss von Bukva in Minute 92 seinem Team den Punkt gegen Sturm. Und in Ried präsentierte sich Schlussmann Gebauer beim 1:3 gegen Salzburg völlig von der Rolle.

Kurioserweise fiel Raphael Wolf nicht negativ auf - obwohl der Kapfenberger Tormann gegen die Austria gleich fünf Mal den Ball aus dem Netz holen musste.

Bergers Dank

Admiras Hans-Peter Berger hat zwar seine Punkteprämie nicht an einen speziellen Teamkollegen überwiesen. Aber Berger erwähnte ihn zumindest lobend, nachdem er Mattersburg den Ausgleich durch Pöllhuber ermöglicht hatte. "Das war ein klassischer Fangfehler von mir, das Tor geht auf meine Kappe", sagte Berger. Aber Drescher traf doch noch zum 2:1. "Dieser Weitschuss war das Verrückteste an der Partie. Ich muss mich bei Daniel Drescher bedanken."

Thomas Borenitsch wurde zum größten Wackelkandidaten auf seinem Posten: Erst servierte er Ouedraogo das 1:0, dann gelangte der Weitschuss von Drescher über seine Hand ins Netz. Schon in der ersten Runde hat er Mattersburg zumindest einen Punkt gekostet, als er gegen Wiener Neustadt ein Tor seines Tormann-Kollegen Siebenhandl kassiert hat. Die Alternativen heißen Schartner und Böcskör, der vor Jahren schon einmal Schlussmann war und diesen Sommer aus Parndorf zurückgekehrt ist.

Payers Patzer

Bei Rapid zeigte der durch Neuzugang Novota verstärkte Konkurrenzkampf um die Nummer eins bis zum Schlager gegen Sturm positive Wirkung. Doch ausgerechnet beim ersten Gegentor der Saison patzte Helge Payer, nachdem die Defensive Bukva nicht attackiert hatte. Novota wird nun versuchen, sich in den Trainingseinheiten mit Tormann-Trainer Hedl vor dem richtungsweisenden Derby besonders in Szene zu setzen.

In Ried wurde bereits spekuliert, ob Thomas Gebauer nach einer möglichen Einbürgerung zum ÖFB-Schlussmann aufsteigen könnte. Doch wie beim 2:4 gegen Bröndby sorgte Gebauer gegen Salzburg für Kopfschütteln. Wegen eines Stellungsfehlers beim 1:3 und vor allem wegen des Aussetzers beim Rückpass von Karner zum 0:2. Der Deutsche beging die Fußballer-Sünde, den Ball mit der Sohle stoppen zu wollen. Er scheiterte kläglich.

(kurier) Erstellt am
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