Müsste man einen Namen für den färöischen Trainer erfinden, man würde Lars Olsen nehmen.

© APA/ROBERT JAEGER

Färöer - Österreich
10/14/2013

Färinger wollen ÖFB-Frust nutzen

"Die Österreicher werden viel Ballbesitz haben, wir Konterchancen", glaubt der Trainer der Färöer.

Der Frust der österreichischen Fußball-Teamspieler über die verpasste WM-Qualifikation könnte die große Chance für die Färöer sein - das vermutet zumindest der färöische Nationaltrainer Lars Olsen vor dem Duell am Dienstag (20.45 Uhr MESZ/live ATV) in Torshavn. "Wir hoffen, dass die Enttäuschung der Österreicher ein Vorteil für uns ist", sagte der Däne.

Allerdings warnte Olsen auch vor einer möglichen "Jetzt erst recht"-Stimmung im ÖFB-Lager. "Die Österreicher könnten jetzt noch motivierter sein, um die WM-Qualifikation zu einem positiven Abschluss zu bringen", meinte er. Der Mann legt sich nicht gerne fest.

Der 52-Jährige hat sich intensiv mit dem 1:2 der Österreicher in Solna beschäftigt. "Da waren sie am Anfang sehr stark. Wenn Alaba das 2:0 macht, wäre das Match wahrscheinlich entschieden gewesen. Aber nach dem 1:1 waren die Schweden besser."

So viel Druck wie die Schweden in der zweiten Hälfte werden die Färöer gegen die Elf von Marcel Koller nicht entwickeln. Dafür setzen sie auf eine kompakte Defensive und kleine Nadelstiche. "Die Österreicher werden viel Ballbesitz haben, doch wir werden zu Konterchancen kommen", erklärte Olsen.

Sollte die Taktik aufgehen, wäre nach dem 1:1 gegen Kasachstan am Freitag wieder ein Punktgewinn für die Insel-Kicker möglich. "Gegen die Kasachen waren wir schon gut, jetzt hoffe ich auf eine weitere Steigerung. Aber Österreich ist eine viel größere Fußball-Nation, wenn wir da punkten, wäre das ein riesiger Erfolg."

Ein neues Landskrona - in der schwedischen Stadt verlor Österreich 1990 gegen die Färöer mit 0:1 - wollte Olsen nicht heraufbeschwören. "Das ist schon zu lange her. Wichtiger war das letzte Duell, und das haben wir im März 0:6 in Wien verloren", erinnerte der Europameister von 1992, der seit gut zwei Jahren als färöischer Teamchef fungiert. "Das war vielleicht das schlechteste Spiel in meiner Amtszeit."

Olsens Auswahl besteht zur Hälfte aus Profis und Amateuren. "Alle haben ein großes Herz und kämpfen bis zum Umfallen", beschrieb der Coach die Qualitäten seiner Truppe. Die Spielweise der Österreicher verglich Olsen mit jener des deutschen Nationalteams. "Auch sie lassen den Ball schnell laufen und sind sehr beweglich. Der Klasseunterschied zwischen uns und Österreich ist auf jeden Fall enorm, das hat man in Wien gesehen."

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