Matchwinner: Venuto schoss die Austria an die Tabellenspitze

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Bundesliga-Auftakt
08/02/2016

Erste Erkenntnisse nach dem Liga-Start

Zwei Runden sind gespielt. Der KURIER liefert Fragen und Antworten. Rapid kauft Kvilitaia

von Alexander Huber, Stephan Blumenschein

Zehn Spiele sind in der Bundesliga gespielt, der KURIER beantwortet die wichtigsten Fragen zum Saisonauftakt:

Was zeigt ein Blick auf die aktuelle Tabelle?

Dass die Liga ausgeglichener gestartet ist als angenommen. Von den zehn Spielen war nur eines eindeutig – das 5:0 von Rapid gegen Ried. Prompt rehabilitierten sich die Innviertler mit dem 1:0 gegen Sturm. Just gegen jene Grazer, die davor Salzburg 3:1 düpiert hatten. Meister der Effizienz sind die Altacher, die mit zwei Toren in der Schlussviertelstunde das Punktemaximum geholt haben.

Wie reagiert Rapid auf das 0:1 in Altach?

Mit einem neuen Stürmer und "ohne Sorge". Der Neue ist Giorgi Kvilitaia, Sportdirektor Müller bestätigt die Einigung mit Dinamo Tiflis: "Kvilitaia kommt in den nächsten ein, zwei Tagen zum Medizincheck. Wir warten nur noch auf die schriftliche Bestätigung des Transfers."

Der 22-jährige Teamstürmer Georgiens soll die Lücke nach der Jelic-Verletzung schließen, dürfte im Europacup aber erst in der Gruppenphase spielen. Der 1,93 Meter große Torschützenkönig soll weniger kosten als vor einem Jahr Jelic (750.000 Euro): "Wir sind ganz klar im vorgegebenen Transferrahmen."

"Ohne Sorge", weil Müller einen "holprigen Start erwartet" hat. "Wir wissen ganz genau, was wir ändern müssen, aber das dauert eben." Das Trainerteam müsse für "mehr Flexibilität sorgen. Wir haben eine gute Spielidee, sind dabei aber zu statisch und leicht ausrechenbar." Laut Müller könnte hinten ein veränderter Spielaufbau, vorne ein zweiter Stürmer Abhilfe schaffen. Fest steht, dass Torpedo am Donnerstag nach dem 0:0 in Weißrussland besiegt werden muss: "Wir sind bereit."

Hat der Torjubel von Damir Canadi noch Folgen für den Altach-Trainer?

Weil Canadi das 1:0 von Joker Patrick Salomon zu intensiv und auf dem Hosenboden rutschend gefeiert hatte, musste der Altach-Trainer in der Rapid-Viertelstunde beim Sieg gegen die Wiener auf die Tribüne. "Verlassen der Coaching Zone" heißt das Vergehen des Wieners offiziell, der Strafsenat wird sich am 8. August der Causa annehmen. Was dann auf der Tribüne passierte, betitelte sogar die Deutsche Presse Agentur als "Handy-Gate": Canadi soll telefonisch noch Anweisungen gegeben haben, was streng verboten ist.

Überrascht der Saisonstart der Austria?

Nein, bereits in der Vorsaison konnte Trainer Fink im Sommer und im Winter Auftaktsiege feiern. Der erste Rückschlag kam jeweils mit klaren Heim-Niederlagen im Derby gegen Rapid (2:5, 0:3). Am Sonntag empfangen die Violetten erneut die Hütteldorfer. Ein richtungsweisendes Spiel wartet am Donnerstag in der Slowakei: Gegen Trnava muss ein 0:1 aufgeholt werden, um den Sprung in die Europa League schaffen zu können. Dass Rückstände nicht das Ende bedeuten, wurde nach der Einwechslung von Matchwinner Venuto mit dem 3:1 gegen Mattersburg (nach 0:1) bewiesen.

Wie ist Salzburgs schwacher Start zu bewerten?

"Es ist noch nichts passiert!" Das Statement von Kapitän Jonatan Soriano nach zwei Runden ohne Sieg beweist: Die Bundesliga läuft beim Meister derzeit nur nebenher. Wichtiger ist die Champions-League-Qualifikation. Am Mittwoch geht es gegen Partizani Tirana um den Einzug ins Play-off. Die Basis für den Aufstieg wurde mit dem 1:0 in Albanien gelegt. In der Red-Bull-Arena haben die Salzburger seit sechs Jahren (2:3 gegen Hapoel Tel Aviv) kein Champions-League-Qualifikationsspiel mehr verloren. Geht diese Serie weiter, steht man in der letzten Qualifikationsrunde. Auch in dieser wäre Salzburg gesetzt. Deshalb scheiden Celtic Glasgow, APOEL Nikosia, Olympiakos und Pilsen als mögliche Gegner aus.

Was wäre St. Pölten ohne Nachspielzeit?

Die einzige Mannschaft mit zwei Unentschieden. Sowohl gegen die Austria (1:2) als auch beim Premierensieg – dem 2:1 gegen die Admira – fiel das entscheidende Tor in der letzten Aktion der Nachspielzeit. Mit der Leistung des Aufsteigers ist Trainer Daxbacher noch nicht zufrieden: "Wir haben uns erst nach dem Ausschluss von Wostry in der letzten halben Stunde mehr zugetraut." Der Last-Second-Treffer von Schütz sollte zumindest Selbstvertrauen für das erste Auswärtsspiel in Salzburg bringen.

Können sich die Mattersburger noch an den letzten Sieg erinnern?

Nur mit Mühe. Am 12. März gab es ein 1:0 beim späteren Absteiger Grödig, danach zwei Remis und sieben Niederlagen. Die Leistungen waren diese Saison besser, aber nach dem 0:1 gegen Admira und dem 1:3 bei Austria sind die Burgenländer bereits elf Ligaspiele ohne Sieg und in der neuen Saison der einzige Klub ohne Punkt.

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