Sport | Fußball
21.12.2011

Erstaunen auf der ganzen Welt

Viele bereits urlaubende Austria-Spieler vernahmen fern von Wien die Kunde von Daxbachers Beurlaubung.

Ruhe im wohlverdienten Urlaub? Mitnichten. Die Austrianer, derzeit im Urlaub in alle Windrichtungen verstreut, mussten sich am Mittwoch wieder mit ihrem Verein beschäftigen. Die Kunde von Daxbachers Beurlaubung machte von Barcelona bis Thailand die Runde. Manuel Ortlechner, einer der Austria-Kapitäne, wollte aus Barcelona die Vorkommnisse nicht kommentieren.

Roland Linz, der derzeit in Asien Entspannung sucht, fiel am Strand beinahe die Sonnencreme aus der Hand als er vom Trainer-Wechsel erfuhr. "Das kommt auch für mich etwas überraschend. Ich wünsche dem Trainer viel Glück und bald einen neuen Job." Linz, der mit Daxbacher nicht das beste Einvernehmen hatte, wollte das Verhältnis auch nicht weiter kommentieren.

Rudolf Reisner, Austria-Vizepräsident, in dessen Amtszeit auch einst die Bestellung von Karl Daxbacher als Austria-Trainer fiel, dankt dem scheidenden Trainer: "Er war der richtige Mann in der richtigen Zeit." Reisner glaubt an neue Impulse von Ivica Vastic: "Es ist gut, einem Trainer einer neuen Generation eine Chance zu geben."

Stürmer Nacer Barazite weilt derzeit bei seiner Familie in den Niederlanden. Der Trainerwechsel rief bei ihm Erstaunen hervor, "weil wir in der Liga und im Cup noch im Rennen sind. Daxbacher war für mich persönlich der wichtigste Trainer in meiner Karriere. Weil er mir in einer wichtigen Zeit Vertrauen geschenkt und auf mich gezählt hat. Er hat einen guten Job gemacht."

Ivica Vastic kennt der in der Europa League so treffsichere Stürmer nur aus Erzählungen. "Persönlich haben wir noch nicht gesprochen. Aber was ich über ihn gehört habe, klingt sehr gut. Die Ziele verändern sich nicht. Schauen wir, was kommt."