Eine Salzburger Bankrotterklär­ung

APA/KRUGFOTOAPA7103244-2 - 03032012 - SALZBURG - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Tipp3-Bundesliga Begegnung Red Bull Salzburg gegen SV Mattersburg am Samstag, 03. März 2012, in Salzburg. Im Bild: Ilco Naumoski (Mattersburg/3.vo.re) erzielt per Kopf den 1:0 F
Foto: APA/KRUGFOTO Ilco Naumoski überwindet Salzburg-Goalie Walke per Kopf.

Mattersburg bleibt die Mannschaft der Stunde und siegt bei einem inferioren Titelfavoriten völlig verdient.

Eigentlich war Mattersburg so etwas wie ein Lieblingsgast der Salzburger in der Red Bull Arena. Das ist nun anders.

Acht Spiele hatten die Burgenländer in Salzburg schon kein Tor erzielt. Am Samstag endete schon nach acht Minuten diese Serie: Naumoski konnte einen Eckball per Kopf verwerten, weil ihm Douglas dabei zuschaute. Der Brasilianer war mit einem fürchterlichen technischen Fehler schon schuld daran gewesen, dass es überhaupt zu der Ecke gekommen war. Salzburg wirkte wie paralysiert, kam überhaupt nicht ins Spiel. Die wenigen Chancen waren Zufallsprodukte. Zu wenig taten die Salzburger für das Spiel.

Keine Leidenschaft! Kein Feuer! Keine Laufbereitschaft! Kein Plan! Keine Ideen! Kein Spielwitz! Kein Wunder, dass die letzten Getreuen auf der Fantribüne kurz vor der Pause "wir haben die Schnauze voll" schrien. Mit einem Pfeifkonzert endete kurz danach die schwächste unter vielen schwachen Salzburger Hälften in dieser Saison.

Zur Pause brachte Moniz für Unsicherheitsfaktor Douglas Spielgestalter Mendes. Besser wurde das Spiel der Salzburger deshalb nicht. Im Gegenteil: Die Mattersburger, die vor der Pause clever verteidigt hatten, spielten nun durchaus gefällig nach vorne.

Wechseltheater

"So ein Spiel, so grottenschlecht wie heute, das haben wir noch nie gesehen", sangen die Salzburger Fans nach einer Stunde. Kurz danach wurde es kurios: Trainer Moniz nahm Mittelstürmer Maierhofer vom Feld und brachte Flügelspieler Teigl.

Erst als die Mattersburger einen Mann weniger hatten – der Ex-Salzburger Ilsanker war ausgeschlossen worden (75.) – wurde der Druck etwas größer. Soriano vergab per Kopf die einzige echte Chance auf den Ausgleich (86.). Es blieb beim ersten Bundesliga-Sieg der Mattersburg in Salzburg seit 2004. Und dieser war durchaus verdient.

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(kurier) Erstellt am
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