Sport | Fußball
05.12.2011

Ein Tiroler Nobody soll Alan stoppen

Der erste 22-jährige Innsbrucker Marco Kofler hat keine Angst vor dem Duell mit dem Salzburger Star.

Die Salzburger Saison ist erst drei Spiele alt. Und trotzdem gibt es schon einen Verlierer: Roman Wallner. In der vergangenen Saison war der 29-Jährige mit 22 Pflichtspiel-Toren der mit Abstand treffsicherste Salzburger, doch im Sonntags-Spiel bei Wacker Innsbruck wird Wallner nur auf der Bank sitzen.

Am Donnerstag war das anders, da hatte der Teamstürmer im Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Liepājas Metalurgs seine Chance bekommen. Doch nützen konnte er diese nicht. Wallner blieb torlos. Sein Konkurrent, der 22-jährige Brasilianer Alan, hatte hingegen im Hinspiel in Lettland einen Hattrick erzielt und wird auch am Sonntag in Innsbruck stürmen.

"Man kann die beiden nicht vergleichen. Alan hat von seiner individuellen Klasse einen Vorteil. Roman hat ganz andere Qualitäten. Er ist abhängig von Vorlagen, von Flanken, von Lochpässen", erklärt Salzburg-Trainer Ricardo Moniz, der seine Entscheidung, wer nun der Mittelstürmer in seinem System ist, bereits getroffen hat. Und die ersten beiden Saisonspiele, in denen Alan zusammen vier Tore erzielte, geben ihm recht.

Kein Muffensausen

Um Alan wird sich heute ein Nobody kümmern: Marco Kofler, 22, steht das erste Mal in der Bundesliga in der Stammformation. In der vergangenen Saison hatte der Hüne (1,94 Meter) wegen einer chronischen Pech- und Verletzungsserie (Nasenbeinbruch, Lungenentzündung, Knieoperation) lediglich 18 Minuten gespielt.

Trotzdem kennt Kofler, auf den Trainer Kogler ("der wird ein ganz Guter") große Stücke hält, vor seiner Startelf-Premiere kein Muffensausen. Ja nicht einmal Salzburg-Goalgetter Alan bereitet ihm Sorgen: "Ich weiß, was ich kann."

Während Wallner künftig der Stammplatz auf der Ersatzbank sicher ist, steht ein anderer Stürmer vor dem Abgang aus Salzburg. Joaquin Boghossian soll verliehen werden. Neben dessen Ex-Klub Newell's Old Boys (Arg) sind auch Nacional Montevideo (Uru) und Olimpia Asuncion (Par) interessiert.

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