APA13576914 - 05072013 - INNSBRUCK - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Andreas Kuen (Innsbruck) und Jacopo Sala (re, Hamburg) bei einem Freundschaftsspiel zwischen FC Wacker Innsbruck und dem Hamburger SV zur 100 Jahr-Feier des FC Wacker Innsbruck am Freitag, 5. Juli 2013, in Innsbruck. APA-FOTO: Robert Parigger

© APA/Robert Parigger

Wacker-Jubiläum
07/06/2013

Ein Sieg hinter den Klub-Kulissen

Innsbruck besiegte zum 100. Geburtstag den HSV mit 2:0 und stellt die Weichen für einen neuen Boss.

von Christoph Geiler

Am Ende ließen sich dann sogar die kritischen Anhänger von der Nordtribüne zur Welle überreden. Aus Protest gegen die Organisation der 100-Jahr-Feier hatten die Innsbrucker Fanclubs im Jubiläumsspiel gegen den Hamburger SV auf Transparente und Schlachtgesänge verzichtet, aber in den letzten Minuten stimmten dann alle im Tivolistadion in den Jubel rund um den FC Wacker ein. Siege gegen Vereine aus der deutschen Bundesliga können dann doch nicht alle Tage gefeiert werden.

Begeisterung hin, Prestigeerfolg her – im Lager der Tiroler war man um Bodenhaftung und eine nüchterne Einschätzung des 2:0 bemüht. Immerhin steht der HSV, der mit Superstar Rafael van der Vaart und Paul Scharner angetreten war, erst am Beginn der Vorbereitung und immerhin fehlten den Hamburgern einige Leistungsträger. Trotzdem war es verblüffend, wie die jungen Innsbrucker, die in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgangen waren, den deutschen Bundesligisten phasenweise an die Wand spielten und durch Treffer von Wallner (44.) und Wernitznig (49.) auch verdient gewannen.

Noch wichtiger als der Achtungserfolg gegen den HSV ist aber das Ergebnis, das nach langen Verhandlungen hinter den Vereinskulissen zustande kam. Bei Wacker wird in den nächsten Tagen der Machtwechsel vollzogen – so wie es auch in den vergangenen Wochen von Politik und Wirtschaft mehrmals gefordert worden war.

Neustart

Bei der Generalversammlung im August wird Kaspar Plattner als Klubchef abdanken und sein Amt zur Verfügung stellen. Mit ihm wird nahezu der gesamte Vereinsvorstand den FC Wacker verlassen und damit einen radikalen Neustart ermöglichen. Auch Geschäftsführer Gerald Schwaninger hat den Verein bereits verlassen. Als neuer starker Mann steht Josef Guntsch in den Startlöchern, der Geschäftsführer des Tiroler Infrarotkabinenherstellers „Physiotherm“.

Während die Mannschaft sportlich auf Kurs ist und im Management die Weichen für eine ruhigere Zukunft gestellt werden, sitzt Roland Kirchler auf Nadeln. Am Montag befasst sich die Liga mit dem Protest des Wacker-Trainers gegen seine Funktionssperre. Kirchler wurde nach einem Ausraster in Wolfsberg für einen Monat auf die Tribüne verbannt.

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